US-Senator bezeichnet bin Laden-Fotos als „ziemlich grauenvoll“

Der Senator James Inhofe nahm, wie einige seiner Kongresskollegen, die Gelegenheit wahr und warf einen Blick auf die Aufnahmen des toten Osama bin Laden. Als erster berichtet der Republikaner nun von dem Gesehenen, das er als "ziemlich grauenvoll" bezeichnet.

Kurz nach der Einsichtnachme schildert Inhofe nun: „Eine der Kugeln ist durch ein Ohr ein- und durch die Augenhöhle ausgetreten, oder durch die Augenhöhle ein- und ausgetreten – und dann explodiert.“

Insgesamt 15 Photos wurden dem Senator vorgelegt. Die meisten davon entstanden offenbar kurz nach dem Überfall auf bin Ladens Versteck in Abbottabad. Drei davon entstanden auf dem US-Flugzeugträger, von dem aus der einstige Terror-Chef  ins Meer überbracht wurde.

US-Senator spricht sich für Veröffentlichung einiger Bilder aus

Der Politiker zeigt sich überzeugt: „Das war er. Er ist weg, er ist Geschichte.“ Die Behörden hätten genug Blut und Material von seinem Gesicht genommen, so dass es einfach gewesen sei zu identifizieren, wer es letztlich war. Auch er ist der Meinung, dass einige der Photos veröffentlicht werden sollten. Einige seiner Kollegen, ergänzt er jedoch, seien da anderer Ansicht.

Erst am Vortag war bekannt geworden, dass der US-Geheimdienst CIA sich dazu entschlossen hatte, den Abgeordneten zweier Kongressausschüsse, die Funktionen in Geheimdienst- und Verteidigungsausschüssen haben, Einsicht zu gewähren. Im Laufe der Woche wollen noch mehrere Abgeordnete die Gelegenheit nutzen. Das Ganze soll im CIA-Hauptquartier in Langley, Virginia stattfinden. Kopien der Aufnahmen sind nicht gestattet.

Mitte der vergangenen Woche hatte sich US-Präsident Barack Obama gegen eine Veröffentlichung der Photos ausgesprochen. Er befürchtete, dass die Bilder Spannungen in der arabischen Welt auslösen und so zu neuen Terrorakten führen könnten.

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