Deutschland händigt Sphinx an Türkei aus

Nach einem jahrzehntelangen Streit wird Deutschland die Sphinx von Hattuscha nun zurück an die Türkei geben.

Die beinahe 4.000 Jahre alte Skulptur aus dem Hethiter-Reich ist seit 1934 im Besitz des Pergamon Museums in Berlin. 1907 war sie bei deutsch-türkischen Ausgrabungen im heutigen Anatolien gefunden worden. Sie stammt aus dem 2. Jahrtausend vor Christus und kam, zusammen mit einer zweiten Sphinx, 1915 weitgehend zerstört nach Berlin, um hier restauriert zu werden. Die eine Figur wurde 1924 an Istanbul zurückgegeben, die andere blieb in Berlin.

Wie Nachrichtenagenturen melden, hat nun der türkische Kulturminister Ertugrul Günay erneut eine Rückgabe gefordert – und zwar bis Juni dieses Jahres. Ansonsten wolle er deutschen Archäologen die Teilnahme an den Ausgrabungen in Hattuscha künftig verweigern. Als Zugeständnis will Ankara dafür die kulturelle Zusammenarbeit mit deutschen Museen verstärken.

Von deutscher Seite aus hatte die Befürchtung bestanden, nun könne auch erneut ein Streitgepräch mit Ägypten um die Nofretete entbrennen. Diese steht im Neuen Museum in Berlin und gilt als dessen größte Attraktion. Im Unterschied zur Sphinx von Hattuscha ist die Nofretete Deutschland aber bei einer Fundteilung ausdrücklich zugesprochen worden – und die Bundesrepublik ist damit rechtmäßiger Besitzer. Bei der Sphinx waren die Besitzverhältnisse nicht so klar geregelt.

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