Pakistans Parlament droht USA Konsequenzen an

Das pakistanische Parlament bezeichnet die durchgeführten US-Drohnenangriffe als "inakzeptabel". Falls Washington diese nicht einstelle, ziehe das Konsequenzen nach sich. Die Tötung des Terrorchefs wird zudem als Bruch der Souveränität des Landes verurteilt.

Mit solchen Drohnenangriffen soll nach Ansicht des pakistanischen Parlaments jetzt Schluss sein. Sie „müssen unverzüglich gestoppt werden, andernfalls wird die Regierung gezwungen sein, notwendige Schritte in Erwägung zu ziehen, darunter die Rücknahme der Erlaubnis an die NATO, Transitwege zu nutzen“, so die Parlamentarier am Samstag während der in Islamabad stattfindenden Sitzung zur „Lage nach der einseitigen US-Aktion in Abbottabad“.

Darüber hinaus wird eine unabhängige Untersuchungskommission zum US-Kommandoeinsatz gefordert. Auch „die Verantwortung für diesen Einsatz“ solle geklärt sowie nötige Maßnahmen ergriffen werden, damit sich solch ein Vorfall, über den die anwesenden Politiker von Pakistans Geheimdienstchef Ahmad Shuja Pasha informiert wurden, nicht wiederhole.

US-Militäroperation verurteilt

In der gut zehn Stunden andauernden Sitzung nahmen die Abgeordneten beider Kammern des Parlaments hinter verschlossenen Türen einstimmig die Resolution an, die die US-Militäroperation verurteilt. Zugleich wurde eine Überprüfung der Zusammenarbeit mit den USA auf militärischem Gebiet empfohlen.

Bereits seit längerem kritisiert Pakistan die Angriffe unbemannter Kampfflugzeuge der CIA im Grenzgebiet zu Afghanistan. Immer wieder hat es dabei in der Vergangenheit unschuldige Opfer gegeben. Allein im Jahr 2010 haben die USA die Zahl dieser Einsätze auf mehr als 100 verdoppelt und töteten in Folge dessen mehr als 670 Menschen.

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