Sex-Skandal: IWF-Chef Strauss-Kahn verhaftet

Beispiellos: Einer der höchsten Finanzmanger der Welt wird aus dem wartenden Flugzeug geholt und verhaftet. Er soll ein Zimmermädchen im Hotel eingesperrt und versucht haben, sie zu vergewaltigen.

Es war eine spektakuläre Verhaftung: Auf seinem Weg von News York nach Paris wurde der Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, von der New Yorker Polizei auf dem Kennedy-Airport aus seinem Flugzeug geholt. Er soll versucht haben, im New Yorker Sofitel  Hotel in Manhattan ein 32jähriges Zimmermädchen in einem Raum einzusperren und zu vergewaltigen.

Dem Bericht der ermittelnden Behörden zufolge soll das Zimmermädchen in seine Suite in der Annahme gegangen sein, dass das Zimmer leer sei. Plötzlich sei  der IWF-Chef splitternackt aus dem Badezimmer gekommen und habe versucht, das Mädchen auf das Bett zu zerren. Danach soll er sein Opfer ins Bad verfolgt haben. Nach dem Vorfall berichtete die Angestellte ihren Kollegen von dem Vorfall, die sofort die Polizei verständigten.

Strauss-Kahns Aufbruch aus dem Hotel deutet auf große Eile hin: Er ließ mehrere persönliche Sachen zurück, unter anderem sein Handy. Nun sitzt einer der mächtigsten Finanzmanager der Welt in einem New Yorker Untersuchungsgefängnis und wartet darauf, dem Untersuchungsrichter vorgeführt zu werden. Nach Behörden-Angaben wurde Strauss-Kahn zehn Minuten vor dem Start aus dem Flieger geholt – allerdings ohne Handschellen. Er soll sich jedoch bei den Beamten beschwert haben. Eigentlich wollte Strauss-Kahn am Monatg in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammentreffen, um über Griechenland zu beraten.

Obwohl von verschiedenen Seiten der Hinweis auf die Unschuldsvermutung kam, dürfte die Ereignisse das Ende der Karriere Strauss-Kahns bedeuten. Für den IWF stellt der Skandal eine große Belastung dar. zwar erklärten Vertreter des Fonds am Sonntag, dass der Fonds voll handlungsfähig sei. Aber eine derartig spektakuläre Polizeiaktion wird bei der Organisation für erhebliche Verunsicherung sorgen. Der IWF stellt ein Drittel der Rettungsgelder für Griechenland, Irland und Portugal.

Strauss-Kahn war schon im Jahr 2008 in die Schlagzeilen geraten, weil er eine Affäre mit einer ungarischen Mitarbeiterin hatte. Er hatte für ihr berufliches Fortkommen im IWF gesorgt.

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