Bilkay Öney lobt Intitiative zur Ausbildung türkischer Jugendlicher

Die beiden türkischen Generalkonsulate und die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit haben am Montag in Stuttgart eine neue Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Sie soll die Chancen türkischer Jugendlicher auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt verbessern helfen. Die neue Ministerin für Integration, Bilkay Öney (SPD) hat die Initiative begrüßt.

Für die Ministerin ist die Initiierung der Arbeitsgruppe ein äußerst sinnvoller Schritt. Denn, so die Politikerin, noch immer seien die Perspektiven für junge Menschen mit Migrationsgeschichte auf dem Ausbildungsmarkt schlechter als für Deutsche; auch die Abbrecherquoten seien bei Lehrlingen mit ausländischen Wurzeln höher als bei Deutschen. Sie erklärt: „Integration ist immer Integration in Arbeit und Ausbildung.“ Auf der anderen Seite sieht sie auch die Eltern in der Pflicht: „Ich wünsche mir auf Elternseite mehr Interesse für die Zukunft der Kinder.“

Junge Mädchen sollen sich nicht zu früh auf typische Frauenberufe festlegen

Einen besonderen Appell richtete Öney an junge Mädchen: „Die jungen Frauen müssen auf eigenen Beinen stehen können, ohne von Familie oder Ehemann abhängig zu sein.“ Sie sollten sich daher nicht zu früh auf typische Frauenberufe mit geringer Qualifikation und magerem Gehalt festlegen.

Die Kooperation wurde durch eine gemeinsame Erklärung gefestigt. Das erklärte Ziel aller Beteiligten ist es nun türkische Jugendliche für den leergefegten Fachkräftemarkt zu gewinnen. Künftig sollen im Rahmen des Netzwerkes gemeinsame Veranstaltungen helfen zum Beispiel für eine erste Berufsorientierung zu sorgen und Kontakte zu knüpfen. Daneben soll es spezielle zweisprachige Broschüren für die türkischen Jugendlichen und ihre Eltern geben. Die Chefin der Regionaldirektion, Eva Strobel betonte in dieserm Zusammenhang: „Die Unternehmen können es sich schlicht nicht mehr leisten, das Potenzial der Menschen brach liegen zu lassen.“

Obschon die türkische Gemeinde mit 20 Prozent die größte Minderheit im Südwesten bildet, hat diese nach wie vor mit Sprach- und Ausbildungsdefiziten und dadurch auch mit Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Die Arbeitslosenquote in der Region beträgt 4,2 Prozent.

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