IWF-Chef Strauss-Kahn auf Gefängnisinsel verlegt

Nachdem Haftrichterin Melissa Jackson am Montag entschied, dass Dominique Strauss-Kahn wegen des Verdachts auf sexuelle Belästigung mindestens bis zur nächsten Anhörung in U-Haft bleiben muss, wurde er nun auf die New Yorker Gefängnisinsel Rikers Island gebracht.

Der IWF-Chef und führende französische Politiker hat am Montagabend eine zwölf Quadratmeter kleine Einzelzelle im Gefängnis auf der Insel im East River bezogen, nachdem ein Antrag auf Freilassung gegen Kaution wegen Fluchtgefahr abgelehnt worden war. Zuvor war er in einer Polizeieinrichtung für Opfer von Sexualverbrechen im Stadtteil Harlem untergebracht gewesen.

Der 62-Jährige steht unter Verdacht, am Samstag in seinem Hotelzimmer versucht zu haben, ein Zimmermädchen zum Oralsex zu zwingen. Strauss-Kahns Anwälte versuchen unterdessen zu beweisen, dass er zum Zeitpunkt der Tat nicht in seinem Hotel weilte.

Weitere Klage in Frankreich wegen sexueller Belästigung

Mit ihm sind derzeit rund 14.000 Gefangene auf Rikers Island inhaftiert. Kontakt mit ihnen wird der ehemalige Top-Kandidat auf den französischen Präsidentenposten 2012 auf Grund seines prominenten Status allerdings nicht haben. Die nächste Anhörung ist für kommenden Freitag angesetzt. Ihm drohen bis zu 25 Jahre Haft. Sein Verteidiger Benjamin Brafman stellte sich auf einen längeren Prozess ein und erklärt: „Der Kampf hat erst begonnen.“

Unterdessen sind weitere Vorwürfe gegen Strauss-Kahn aufgetaucht. So soll er vor neun Jahren eine heute 31-jährige Französin sexuell belästigt haben. Die Anwälte des Opfers, Tristane Banon bereiten in Frankreich eine entsprechende Klage vor. Die junge Frau ist eine gute Freundin von Strauss-Kahns Tochter Camille.

Mehr hier.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.