Sohn in Libyen vermisst: Amerikanerin bittet Türkei um Hilfe

Der 31-jährige Matthew Aaron VanDyke wird im Strudel der libyschen Unruhen vermisst. Seine Mutter hat sich jetzt an das türkische Außenministerium gewandt und um Hilfe bei der Suche nach ihrem Sohn gebeten.

 

VanDyke ist Doktorand für nahöstliche Studien an der Georgetown University. Bereits im Jahr 2008 bereiste er Libyen, um die arabische Welt näher kennen zu lernen. Während seines Aufenthaltes gewann er zahlreiche Freunde, mit denen er über die Jahre via Internet in Kontakt stand. Als die Lage im Nahen Osten kippte, sprach er täglich mit seinen Bekannten in den verschiedenen Regionen – vor allem in Libyen.

Als es dann zu den ersten Zusammenstößen kam, fühlte sich der junge Mann dazu genötigt selbst in das Land zu reisen, um seinen Freunden moralische Unterstützung zu geben. Der Student entschied sich gegen die Hauptstadt Tripolis und für die Rebellenhochburg Benghazi. Er selbst war ein Gegner des Gaddafi-Regimes.

Behörden in den USA können der Mutter nicht helfen

Seine Mutter Sharon VanDyke gibt an, sie selbst habe seit dem 13. März dieses Jahres nichts mehr von ihrem Sohn gehört. Nun reiste sie nach Ankara, um die türkischen Behörden um Hilfe zu bitten. Sie bestätigte, dass ihr Sohn dazu gedrängt wurde nach Libyen zu reisen. Ausschlaggebend sei wohl die Email eines libyschen Freundes gewesen, der darum bat, dass Matthew die Geschichte Libyens weitertragen sollte, falls er selbst sterbe.

Ankara ist für die Mutter nicht die erste Anlaufstelle. In den USA hatte sie bereits zahlreiche Institutionen und Politiker kontaktiert. Weit kam sie allerdings nicht. Zu ihrem jetzigen Schritt entschied sie sich, da die US-Behörden ihre Botschaft in Tripolis geschlossen haben und nun über die türkische operieren. Die türkischen Beamten hätte, so berichtet sie weiter, ihre Anfrage sehr ernst genommen. In deren Fähigkeiten setzt sie nun alle Hoffnung, ihren Sohn so bald wie möglich zu finden.

User suchen Matthew via Facebook

Die Suche nach dem jungen Mann findet unterdessen auch auf Facebook statt. Dort gibt es eine eigens hierfür eingerichtet Seite mit dem Titel „Free Matthew Aaron VanDyke„, auf der seine gesamte Geschichte noch einmal ausführlich erzählt wird. Dort ist zu erfahren, dass er am 20. April wohl in Sirte gesehen worden sein soll – allerdings als Gefangener von Gaddafis Truppen.

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