Irlandbesuch der Queen – Polizei entschärft Bombe

Zwei Wochen nach der rauschenden Hochzeit ihres Lieblingsenkels Prinz William ist Queen Elizabeth II. wohl nur knapp einer Katastrophe entkommen. Kurz vor ihrer historischen Staatsvisite in Irland haben hiesige Militärs in einem Bus in der Nähe von Dublin einen Sprengsatz entdeckt. Die Reise wurde von Anfang an als gefährlich eingestuft.

Die irischen Sicherheitskräfte stoppten eine Bus in Maynooth, evakuierten das Fahrzeug und stellten einen „funktionsfähigen“ Sprengkörper im Gepäckraum sicher. Dieser konnte anschließend erfolgreich entschärft werden. Das teilte ein Sprecher der Polizei mit. Später am Dienstagmorgen gab es eine zweite Bombenwarnung. Diese stellte sich jedoch als Fehlalarm heraus.

Symbolischer Besuch als Zeichen der Versöhnung

Die Queen zeigte sich davon unbeeindruckt. Wie das britische Außenministerium mitteilte, werde die Monarchin ihren viertägigen Besuch wie geplant durchführen. Es sei ein Besuch, mit dem viele Menschen in Nordirland niemals gerechnet hätten, heißt es in einer Erklärung weiter. Er stehe für die Versöhung zweier benachbarter Länder, die sich einst mit Argwohn und Feindseligkeit betrachtet hätten.

Die Polizei hatte vor dem Besuch der Königin die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft. Ein Großteil der Hauptstadt Dublin wurde abgeriegelt. Fast 9000 Beamte wurden allein für den Schutz der Queen abgestellt. Andere Quellen sprechen von 4000 Sicherheitskräften.

Erinnerung an die Oper der Gewalt

Es ist das erste Mal, dass ein britischer Monarch seit der Unabhängigkeit Irlands von Großbritannien im Jahr 1921 das Land bereist. Der letzte Besuch eines Staatsoberhaupts war 1911 als ihr Großvater King George V. in Irland zu Gast war. Eingeladen wurde Elizabeth II. von der irischen Staatspräsidentin Mary McAleese. Während ihres Besuchs wird die Queen durch das Aufsuchen einschlägiger Stätten permanent an die gewalttätige Vergangenheit des Landes erinnern. Dazu gehört auch ein Gebet für die Opfer im Dubliner „Garden of Remembrance“.

Der Besuch ist unter den Einwohnern umstritten:

http://www.youtube.com/watch?v=ONPJNTk_dfI

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