Erdbeben erschüttert Nordwesten der Türkei: Mindestens zwei Tote

Zwei Menschen sind in der vergangenen Nacht bei einem Erdbeben der Stärke 6,0 im Nordwesten der Türkei ums Leben gekommen. Sogar im mehr als 200 Kilometer entfernten Istanbul waren Erschütterungen spürbar.

Die Naturkatsastrophe ereignete sich um 23:15 Uhr Ortszeit (22.15 Uhr MESZ). Das Epizentrum des Bebens lag 80 km west-südwestlich von der Stadt Kütahya in der kleinen Stadt Simav. Mindestens zwei Menschen starben, 85 Menschen wurden verletzt. Gouverneur Kenan Ciftci sprach von einem weiteren Toten. Viele Häuser stürzten ein. „Wir leben in einem Erdbeben-Land. Wir müssen lernen, mit den Beben zu leben“, sagte der türkische Umweltminister Veysel Eroglu am Freitag vor türkischen Journalisten und wies auf die Notwendigkeit einer stabileren Bauweise von Gebäuden hin.

Erdbeben könnte Debatte um Atomkraftwerke neu anheizen

Bei zwei sehr starken Beben in der Türkei starben im August und November 1999 etwa 20.000 Menschen. Diskussionen hatte es zuletzt um den geplanten Bau von drei Atomkraftwerken in der Türkei gegeben, nachdem es bei dem japanischen Erdbeben im AKW Fukushima zu einer Atomkatastrophe gekommen war. Das erste Atomkraftwerk in Akkuyu im Südosten der Türkei, welches 2017 ans Netz gehen soll, wird in einem Erbeben gefährdeten Gebiet errichtet. Wissenschaftler weisen darauf hin, dass es auch in der Türkei nach Erdbeben bereits zu Tsunamis gekommen sei.

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