Erdogan bietet sich als Nachhilfe-Lehrer für Demokratie an

Der türkische Premier sieht seine AKP als Vorbild für die arabische Welt. Zum brutalen Vorgehen des Syrers gegen das eigene Volk war von Erdogan dagegen nichts zu vernehmen.

In einem Interview mit Bloomberg hat der türkische Premiernminister Recep Tayyip Erdogan den syrischen Präsidenten Baschar Assad als „guten Freund“ bzeichnet. Auf dessen brutales Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung in Syrien ging Erdogan nicht direkt ein. Er sagte jedoch, er habe mit Assad in der Vergangenheit immer wieder über die Notwendigkeit politischer Reformen in Syrien gesprochen. Allerdings sei Assad „spät dran, diese Schritte zu tun“.

Baschar Assad soll seine Leute in die Türkei schicken

Erdogan glaubt, dass Assad die Kurve noch bekommt, und beschreibt ihn fast als Volkshelden: „ Jedes Mal, wenn ich Syrien besucht habe, sah ich die Liebe der Bevölkerung zu Baschar Assad. Er fuhr Auto. Ich saß neben ihm. Wir reisten durch die Straßen Syriens. Manchmal stiegen wir aus und mischten uns unters Volk. Als ich das sah, sagte ich, dass die Kommunikation zwischen den Bürgern und der Regierung sehr gut ist.“ Erdogan beschrieb sich dann als eine Art politischer Entwikclungshelfer. Er lud daauf Assad ein, das Wesen der AKP  in der Türkei zu studieren. Daraufhin habe die syrische Führung begonnen, die AKP zu „studieren“. Erdogan: „Ich sagte: Wenn notwendig, dann schick uns Deine Leute. Wir können sie trainieren, wir können ihnen unsere Partei zeigen. Wir können ihnen beibringen, wie eine politische Partei organisiert wird, wie sie Beziehungen zum Volk aufbaut und mit den Leuten kommuniziert.“

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