Ehefrau zahlt Kaution: Strauss-Kahn aus U-Haft entlassen

Dominique Strauss-Kahn durfte die New Yorker Gefängnisinsel Rikers Island verlassen - gegen eine Kaution in Millionenhöhe und mit elektronischer Fußfessel. Nun befindet er sich in einem Apartment in der Nähe des Ground Zero. Ab Montag können Kandidaturen für eine Nachfolge an der Spitze des Internationalen Währungsfonds eingereicht werden.

Etwa eine Woche ist es her, dass der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) Dominique Strauss-Kahn von einem Zimmermädchen der versuchten Vergewaltigung bezichtigt wurde. Nun ist er frei, allerdings muss er eine elektronische Fußfessel tragen und wird wegen Fluchtgefahr rund um die Uhr von Sicherheitsbeamten bewacht, so verschiedene Nachrichtenagenturen. Der 62jährige befindet sich derzeit in einer Wohnung am New Yorker Broadway.

Strauss-Kahns Frau Anne Sinclair hat für die  Entlassung ihres Mannes von der Gefängnisinsel Rikers Island, einer der berüchtigsten Strafanstalten der Vereinigten Staaten, eine Million Dollar (das sind 700.000 Euro) in bar und weitere fünf Millionen als Bürgschaft hinterlegt. Medienberichten zufolge hatte Sinclair auch zwei Wohnungen in der Upper East Side von Manhattan gemietet, um dort bis zum Beginn des Prozesses mit ihrem Mann zu leben. Doch die Bewohner von Bristol Plaza an der 65. Straße stellten sich gegen den Einzug Strauss-Kahns – besonders wegen des drohenden Medienrummels.

Ab Montag und bis spätestens 10. Juni sollen die Kandidaturen für den Posten an der Spitze des Währungsfonds eingereicht werden, so teilte der IWF am Freitagabend (Ortszeit) in Washington mit. Bis Ende Juni wird über einen Nachfolger für Strauss-Kahn entschieden werden. Darauf haben sich die 24 im IWF-Verwaltungsrat vertretenen Staaten oder Staatengruppen geeinigt. Viele Länder haben bereits Kandidaten ausgesucht. Als Favoritin gilt momentan Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde, die sowohl in zahlreichen EU-Staaten als auch bei der US-Regierung ein hohes Ansehen genießt.

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