EHEC-Infektionen: Gefährlicher Durchfallerreger in Norddeutschland

Die Zahl der Ansteckungen mit dem gefährlichen EHEC-Erreger in Norddeutschland steigt. Besonders besorgniserregend: bei dem schweren Krankheitsverlauf können Nierenschädigungen auftreten.

Am Wochenende hat der lebensgefährliche EHEC-Erreger weitere Menschen in Norddeutschland infiziert, so berichten verschiedene Nachrichtenagenturen. Zwanzig Betroffene sind es inzwischen schon. Niedersachsen und Bremen meldeten ca. 25 Verdachtsfälle, Schleswig-Holstein 20. Das bundesweit zuständige Robert Koch-Institut (RKI) zeigt sich besorgt, denn das Bakterium breitet sich rasch aus. Die Krankheitsverläufe sind zudem ungewöhnlich schwer und häufig mit einer Nierenschädigung verbunden.

Der Erreger könnte von rohem Gemüse übertragen werden und nicht, wie sonst häufig der Fall, von rohem Fleisch. Momentan seien mehr Frauen als Männer betroffen. Einer der Gründe könnte sein, dass Frauen häufiger Speisen zubereiten und sich dabei infizieren. Bei der Zubereitung von Gemüse sollte man deshalb besonders auf gute Küchenhygiene achten, Bretter und Messer gründlich reinigen. Auch eine Übertragung durch Kontakt mit Tieren, Konsum von Rohmilch oder von Mensch zu Mensch ist möglich.

Krankheitssymptome sind wässriger oder blutiger Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Um einem möglichen Nierenversagen vorzubeugen, sollten Betroffene umgehend einen Arzt aufsuchen.

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