Sex-Video-Skandal: MHP will Erdogans AKP verklagen

Die zweitgrößte türkische Oppositionspartei MHP (Milliyetci Harekat Partisi) kämpft seit einiger Zeit gegen die Veröffentlichung von Sex-Videos einiger Mitglieder, die mittlerweile freiwillig oder nach Aufforderung des Parteichefs Devlet Bahceli zurückgetreten sind. Jetzt will die Partei einen Antrag beim Höchsten Wahlausschuss stellen.

Kurz vor den Wahlen am 12. Juni bringen diese Drohungen einer bis vor kurzem unbekannten Gruppe, die sich „Farkli Ülkücüler“ (Andere Nationalisten) nennt, die Partei in große Schwierigkeiten. Das A-Team des Parteichefs ist nach Bekanntmachung des Sex-Skandals aus der Parteimitgliedschaft und von der Kandidatur als Abgeordnete zurückgetreten.

Gegnerische Parteien sollen Sex-Videos nicht thematisieren dürfen

Nun bemüht sich Parteichef Bahceli um alternative Lösungsstrategien. Zunächst möchte die MHP einen Antrag beim Höchsten Wahlausschuss (Yüksek Secim Kurulu) stellen. Dieser Antrag soll die Bitte enthalten, den anderen Parteien ein Verbot aufzuerlegen, die Sex-Videos nicht in ihren Wahlreden zu thematisieren. Dieser Antrag wird in den kommenden Tagen nach erneuter Absprache mit Bahceli beim Wahlausschuss gestellt. Die MHP hofft damit, dass weniger Druck auf die Partei ausgeübt wird.

Darüber hinaus wird hinter den Kulissen darüber gesprochen, dass der Anwalt der MHP die Regierungspartei AKP verklagen werde, da diese die Sex-Videos in ihre Wahlkampagne aufgenommen hat.

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