EHEC-Erreger entdeckt: Ursprung spanische Salatgurke

Das Robert-Koch-Institut (RIK) in Berlin hatte zunächst nur vor dem Verzehr von Salat, Tomaten und Gurken gewarnt, jetzt ist gewiss: in drei spanischen Salatgurken wurde der EHEC-Keim nachgewiesen.

Nach intensiver Suche hat das Hamburger Hygiene-Institut den Erreger in drei Proben vom Hamburger Großmarkt entdeckt. Das teilte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) mit. Eine vierte Bio-Salatgurke mit EHEC-Keimen konnte unterdessen noch nicht eindeutig zugeordnet werden.

Gurken werden aus dem Verkehr gezogen

„Diese Erkenntnisse sind sofort auch als Schnellwarnung bundesweit herausgegangen“, so Prüfer-Storcks weiter. Die Ergebnisse würden jetzt bei weiteren Messungen überprüft. „Informationen zu Herkunft und weitere Details werden jetzt zusammengestellt.“ An die Bevölkerung ergehe derweil die Auforderung, Gurken nicht zu essen. Darüber hinaus sicherte sich zu: „Wir ziehen alles aus dem Verkehr, was wir diesen Quellen zuordnen können.“ Danben wie sie darauf hin, dass es nicht auszuschließen sei, dass auch andere Lebensmittel als Infektionsquelle infrage kämen, schließlich hätten sich die Proben nur auf Hamburg bezogen.

Erreger in Deutschland sehr selten

Zuvor war es Forschern bereits gelungen, den genauen Typ des gefährlichen EHEC-Bakteriums auszumachen. Es handelt sich um einen von 42 bekannten Bakterienstämmen, den Typ HUSEC 41. Jetzt ist auch der Erreger spezifiziert: Es handelt sich um den in Deutschland sehr selten vorkommenden Serotyp O104. Die Zahl der Fälle ist in Hamburg am Donnerstag auf rund 300 angestiegen.

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