EHEC-Erreger: Forscher finden womöglich Therapie

Die EHEC-Erkrankungswelle sorgt nicht nur für einen Engpass an Kliniken, sondern fordert auch immer weitere Todesopfer. Forschern aus Heidelberg, Paris und Montreal ist nun möglicherweise ein Durchbruch gelungen. Sie stellten drei Heilungen bei extrem lebensbedrohlichen Verläufen von Ehec-Infektionen vor.

Das internationale Ärzteteam konnte jetzt die Umstände dreier aufsehenerregender Heilungen des Hämolytisch-Urämischen Syndroms (HUS) vorstellen. Möglicherweise könnten sie dabei helfen , weitere Todesfälle zu verhindern.

Behandlung der HUS-Patienten mit Antikörpern

Bei den Patienten – drei Kinder im Alter von drei Jahren – handelt es sich allerdings nicht um aktuelle Fälle, sondern um Krankheitsverläufe, die sich bereits im vergangenen Jahr ereigneten. Alle drei wurden damals mit schweren Bakterieninfektionen ins Krankenhaus gebracht und dort trotz intensiver Versorgung ins Koma gefallen. Dann setzten die Mediziner  den biotechnisch erzeugten Antikörper „Eculizumab“ ein, der das Komplementsystem blockiert. Die Kinder erholten sich binnen Wochen vollständig. Ob das Vorgehen auch bei Erwachsenen zum Erfolg führt ist bis dato nicht erwiesen.

Allein am Freitag 60 neue Ansteckungen gezählt

Unterdessen hat der Ehec-Virus zwei weitere Todesopfer gefordert. Insgesamt sind bundesweit nun sechs Menschen der Krankheit erlegen. Dem Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin wurden nach eigenen Angaben bislang 276 HUS-Fälle übermittelt.  Allein am Freitag wurden etwa neue 60 Fälle, in denen Patienten durch die Infektion mit dem Bakterium an dem gefährlichen Hämolytisch-urämischen Syndrom (Hus) erkrankt waren, gezählt. An Ehec sollen mittlerweile  insgesamt 800 Personen erkrankt sein. Als normal werden etwa 900 Fälle pro Jahr betrachtet.

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