Türkei: Brandanschlag auf Internat – drei Kinder schwer verletzt

Eine Gruppe von PKK-Unterstützern hat ein Schülerwohnheim in der Stadt Cizre in der südöstlichen Provinz Sirnak mit Molotowcocktails angegriffen. Vier Kinder wurden verletzt, drei davon schwer.

Bei dem Wohnheim handelt es sich um ein privat geführtes Jungeninternat. Fast 60 Personen hatten am Freitag vor dem Angriff auf das Wohnheim eine nicht genehmigte Kundgebung in Cizre in der Nähe des Wohnheims abgehalten.

Anwohner in der Umgebung konnten den durch die Molotowcocktails ausgelösten Brand eindämmen. Ein Schüler erlitt schwere Verbrennungen am gesamten Körper, während zwei andere Verbrennungen an den Armen und im Gesicht erlitten.

Erdogan und Kilicdaroglu hielten kürzlich hier ihre Wahlreden

Die verletzten Kinder wurden ins Krankenhaus von Cizre gebracht. Die Situation des am stärksten verletzten Schülers ist kritisch, wie es am Freitagabend hieß. Vor dem Angriff auf den Schlafsaal hatten die Demonstranten versucht, auch den Verkehr zu blockieren, während die Polizei Wasserwerfer und Tränengas einsetzte, um die Menge zu zerstreuen.

Dutzende Sicherheitskräfte wurden in die Region entsandt, um die Sicherheit wiederherzustellen. Die Polizei untersucht die Vorfälle. Cizres Polizeichef Aydın Akkoca gelobte, die Täter bald zu fassen. Der Leiter des Internats teilte den Medien mit, dass man schon seit einiger Zeit von der PKK verbal belästigt worden sei.

Bewohner von Cizre äußerten darüberhinaus, dass sie sich nicht mehr sicher fühlten und dass die Sicherheitsmaßnahmen in der Stadt durch die Polizei gestärkt werden sollten. Aufgrund der sich näherden Wahlen stünde sie unter Druck. In der letzten Woche besuchten Staatschef Erdogan und Oppositionschef die Stadt Sirnak und hielten dort ihre Wahlreden.

Die Attacke sei Teil einer Kampagne der verbotenen Organisation, die Spannungen im Land vor den Wahlen am 12. Juni eskalieren zu lassen, schreiben türkische Medien.

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