EHEC: Zahl der Todesopfer steigt – 1000 Verdachtsfälle

+++UPDATE+++: Die Zahl der durch den EHEC-Darmvirus verursachten Todesfälle ist auf zehn gestiegen. So waren am Samstag vier neue Opfer zu beklagen: Eine 38-jährige Frau aus Kiel starb bereits am Donnerstag Abend, wie heute bekannt wurde. Des Weiteren starben eine 87-Jährige aus Hamburg sowie zwei weitere Frauen aus Schleswig-Holstein, 84 und 86 Jahre alt.

Die Frauen erlagen dem hämolytisch-uramischen Syndrom (HUS), eine mit der Infektion einhergehenden schweren Komplikation. Die Zahl der deutschlandweit registrierten Fälle von Ehec-Infektion stieg auf 1000 Fälle, 276 davon seien bestätigt, wie gemeldet wird. Üblich seien sonst im gesamten Jahr nur etwa 900 Infektionen. Alle 16 Bundesländer hätten Infektionsfälle gemeldet. Noch weitere Menschen schweben in Lebensgefahr.

Gibt es für das HUS-Syndrom Hoffnung auf Heilung?

RKI-Chef Professor Reinhard Burger geht von einer weiteren Verschlimmerung der Lage aus. Die bisherigen Todesopfer stammen alle aus Norddeutschland, aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg. Aus Schweden werden 25 Erkrankte gemeldet, aus Dänemark sieben, Großbritannien drei, Österreich zwei und aus den Niederlanden eine. Am Vortag war von einem möglichen medizinischen Hoffnungsschimmer berichtet worden. Hintergrund: Mit Hilfe des biotechnisch erzeugten Antikörpers „Eculizumab“ war es in den vergangenen Jahren gelungen, drei an Ehec lebensbedrohlich erkrankte Kinder zu heilen. Ob die Methode auf akute Fälle von Erwachsenen anwendbar ist, ist jedoch noch unklar.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.