Nach dem Tod zweier Soldaten: Verletzter General behält Befehlsgewalt

Der am Samstag bei einem Anschlag der Taliban in Afghanistan verletzte deutsche General Markus Kneip will sein Kommando in Afghanistan behalten. Zwei Soldaten, beides enge Mitarbeiter Kneips, waren bei dem Anschlag getötet worden.

Der Anschlag eines Selbstmordattentäters war auf den Gouverneurspalast bei einem Treffen hochrangiger afghanischer Vertreter mit Befehlshabern der ISAF-Schutztruppe im nordafghanischen Talokan verübt worden. Der Nato-General Kneip wurde an den Armen und im Gesicht verletzt, jedoch nicht lebensbedrohlich. Er teilte mit, dass er seine Arbeit trotz des Verlustes zweier seiner engsten Mitarbeiter in Afghanistan fortsetzen wolle. Eine Übersetzerin aus seinem Stab war ebenfalls schwer verletzt worden. Ihr Zustand gilt weiter als kritisch. Auch der Polizeichef Nordafghanistans, Daoud Daoud, sowie mindestens ein weiterer hoher Beamter waren afghanischen Berichten zufolge bei dem Angriff getötet worden. Insgesamt starben sieben Menschen.

Die Bundeswehr hat mit den beiden Getöteten die insgesamt 50. und 51. Opfer des Krieges in Afghanistan zu beklagen. Es handelt sich um einen „43-jährigen Major aus dem Führungsunterstützungsbataillon 282 in Kastellaun und einen 31-jährigen Hauptfeldwebel des Feldjägerbataillons 152 aus Hannover“, wie die Bundeswehr mitteilte.

Ein Taliban-Sprecher sagte: „Das Töten hochrangigen Beamten wird weitergehen […] Sie werden nicht ihr Ziel erreichen.“ Der Selbstmordattentäter hatte es geschafft, sich in der Uniform eines afghanischen Polizisten Zutritt zum Gebäude zu verschaffen, wo er später das Attentat verübte.

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