Wahlkampfbus von Erdogan attackiert: Polizist lebensgefährlich verletzt

Demonstranten haben am Dienstag den Wahlkampfbus von Premierminister Recep Tayyip Erdogan in Hopa, in der nordöstlichen Provinz Artvin, angegriffen. Ein Polizeibeamter erlitt dabei schwere Verletzungen. Ein weiterer Mann starb.

Der Polizeibeamte, der sich auf einem Bus des Wahlkampf-Konvois befand, verlor das Gleichgewicht, nachdem er von einem Stein getroffen wurde. Er stürzte und wurde von einem nachfolgenden Fahrzeug überrollt. Obwohl er sofort ins Krankenhaus gebracht wurde, befindet er sich noch immer in einem kritischen Zustand. Eine weiterer Mann, ein pensionierter Lehrer, der sich unter den Demonstranten befand, starb unterdessen an einem Herzanfall, nachdem er das von den Polizeibeamten eingesetzte Pfefferspray eingeatmet hatte.

In Hopa kam es erstmals zu Ausschreitungen

Kurz vor und auch nach der Wahlkampfveranstaltung Erdogans kam es in Hopa zu großen Spannungen. Erstmals sind dabei Bürger und Polizisten aneinander geraten. Augenzeugen sprechen von „kriegsähnlichen“ Zuständen.

Die Menschen warfen nach dem Auftritt Steine auf den Bus, in dem sich AKP-Chef Erdogan befand. Sicherheitskräfte feuerten daraufhin Warnschüsse ab und setzten Pfefferspray ein, um die Menge zu zertreuen. Mehrere Dutzend Demonstranten und Polizisten wurden verletzt.

Bereits am Morgen vor der Wahlkampfveranstaltung kam es zu Ausschreitungen auf dem dafür vorgesehenen Cumhuriyet Platz. Auch hier gerieten Beamte und Demonstranten, die gegen Erdogan protestierten, aneinander. Tränengas und Wasserkanonen wurden eingesetzt, um die Gegner zu vertreiben.

http://www.youtube.com/watch?v=P9H4brX_wXs

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