„Denkmal der Menschlichkeit“ bereits zur Hälfte abgerissen

Das von dem Premierminister Recep Tayyip Erdogan als "Monstrum" bezeichnete "Denkmal der Menschlichkeit" in Kars, das zur Verständigung zwischen Türken und Armeniern beitragen sollte, ist bereits zur Hälfte abgerissen worden. Der Rückbau begann am 25. April.

Mittlerweile wurden 15 Steinblöcke des 24,5 Meter hohen und aus zwei Figuren bestehenden Denkmals im nordostanatolischen Kars abgetragen.

Ertugrul Yaman, Inhaber der Firma Yaman Karot, die den Abriss durchführt, erklärte, dass auch unter schlechten Witterungsbedingungen Tag und Nacht weitergearbeitet worden sei: „Regen, Schnee und kaltes Wetter haben unsere Arbeit erschwert. Wir haben jedoch jeden Tag weitergearbeitet. Mittlerweile wurden 15 Steinblöcke demontiert. Unsere Arbeit geht weiter, wir haben noch Zeit.“ Ferner teilte er mit, dass nur noch sechs Blocke abzureißen seien.

EU missbilligt den Abriss als „Zensur der Kunst“

Das 2006 vom türkische Künstler Mehmet Aksoy geschaffene Denkmal war von seinem Schöpfer eigentlich als Symbol der Versöhnung mit den Armeniern vorgesehen. Bevor die Abrissbirnen anrückten, gab es zahlreiche Demonstrationen, um das Kunstwerk vielleicht doch noch in letzter Minute retten zu können. Aksoy, der von 200 weiteren Künstlern unterstützt wurde, hatte erklärt: „Falls das (der Abriss) passieren sollte, dann unterscheiden wir uns in keinster Weise von den Taliban.“ Auch die EU missbilligt die Aktion und spricht offen von einer „Zensur der Kunst“.

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