Izmir: Die blutige Geschichte einer umkämpften Stadt

Izmir gehört zu den beliebtesten Ziele vieler Türkei Reisen. Doch neben schönen Badeorten bietet die Stadt auch eine Geschichte der Machtkämpfe und der Gewalt, die bis in die Antike zurück reicht. Den wenigsten Besuchern im Türkei Urlaub dürfte diese bekannt sein.

1919 setzte sich die blutige Geschichte fort. Am 15. Mai wurde die Stadt von griechischen Truppen besetzt. Von hier aus rückten sie weiter nach Anatolien vor. Viele muslimische Zivilisten wurden getötet, wofür Griechenland später Rechenschaft ablegen musste. Durch den Vertrag von Sèvres fiel die Stadt an die Griechen, nur um 1922 von den Türken zurück erobert zu werden. Am 13. September 1922 brach im Armenierviertel ein Feuer aus, das einen großen Teil der Stadt vernichtete. Das Feuer entstand vier Tage nach der Rückeroberung der Stadt und dauerte mehrere Tage.

50.000 bis 100.000 Griechen und Armenier wurden durch den Brand und die den Brand begleitenden Ausschreitungen getötet. Die Brandursache ist bis heute nicht geklärt, einige Historiker sind der Meinung, die türkische Armee habe die Stadt systematisch heruntergebrannt und Griechen und Armenier getötet. Dafür spräche, dass die muslimischen Viertel vom Brand nicht betroffen waren. Viele der Griechen flohen daraufhin nach Athen, wo noch heute der Stadtteil Nea Smyrni an ihre Herkunft erinnert. Im Vertrag von Lausanne, 1923, wurden Izmir und die Westküste Kleinasiens der Türkei zugesprochen.

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