Kunst-Biennale in Venedig: Türkin zeigt Wasseraufbereitungsanlage als Kunstobjekt

Die türkische Künstlerin Ayşe Erkmen vertritt auf der diesjährigen Kunst-Biennale in Venedig ihr Heimatland mit einem besonderen Projekt. Unter dem Titel "Plan B" zeigt sie eine raumgreifende Installation, in deren Mittelpunkt eine Wasseraufbereitungsanlage steht.

Ihr Projekt zeigt durch moderne miteinander verbundene Komponenten der mobilen Anlage eines deutschen Herstellers wie Wasser mitten in einem historischen Ausstellungsraum aufbereitet wird. Die nach einem von Erkmen definierten Schema eingefärbten Anlagenkomponenten sind für sechs Monate in einem 300 Quadratmeter großen Raum bis November 2011 in Betrieb.

Erkmen zeigt Beziehung zwischen Stadt & Wasser

Die mitgerachte Wasseraufbereitungsanlage, die im vergangenen Jahr während der Hochwasser in Sachsen zum Einsatz kam, ist in der Lage rund 4.000 Liter Trinkwasser pro Stunde zu liefern. Für die Künstlerin steht jedoch, auch in Hommage an den Ausstellungsort Venedig, die komplexe Beziehung zwischen Stadt und Wasser im Vordergrund. Daneben soll der Wasserkreislauf analog zum menschlichen Blutkreislauf veranschaulicht werden.

An der 54. Biennale, die in diesem Jahr unter dem Titel „ILLUMInations“ steht und sich über eine Fläche von 10.000 Quadratmetern erstreckt, nehmen 83 Künstler aus allen Teilen der Welt teil. Zum ersten Mal werden hier auch Saudi Arabien, Bahrain, Rwanda, Bangladesh, Malaysia und das kleine Andorra mit dabei sein. Für die Öffentlichkeit öffnen sich die Türen am 4. Juni bis zum 27. November.

Erkmen lebt in Berlin und Istanbul

Der türkische Pavillon wird von der Istanbul Foundation for Culture and Arts (İKSV) organisiert. Als Kurator zeichnet Fulya Erdemci verantwortlich. Ayşe Erkmen wurde 1949 in Istanbul geboren. Sie lebt jedoch sowohl in Berlin als auch in Istanbul. Ihr Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Kunstakademie Istanbul schloss sie 1977 ab. Berlinern dürften ihre beheizten Sitztbänke am Spreeufer ein Begriff sein.

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