Türkei: Drei russische Touristinnen sterben an gepanschtem Alkohol

Drei russische Touristinnen sind in der Türkei während einer Yacht-Tour in der Ägäis ums Leben gekommen, nachdem sie gepanschten Alkohol getrunken hatten. Sie starben vermutlich an einer Methanol-Vergiftung. Der türkische Tourismus sorgt sich um ausbleibende Urlauber.

Der jüngste bekannt gewordene Fall, so berichtet die türkische Zeitung „Hürriyet„: Marina Shevelyova hatte an der Tour, die von einem örtlichen Unternehmen organisiert wurde, am 26. Mai teilgenommen und war am 27. Mai nach Russland zurückgekommen. Sofort nach ihrer Ankunft in Russland war sie in ein Krankenhaus aufgenommen worden, konnte jedoch nicht mehr gerettet werden. Angeblich starb sie bereits am Montag Nachmittag, aber ihr Tod wurde erst am Mittwoch bekannt. Die Tour fand rund um Bodrum statt, einem beliebten Ziel auf Türkei Reisen.

Folgenschwerer Türkei Urlaub: Zwei Touristinnen wegen Vergiftung noch in Lebensgefahr

Mehr als 60 weitere Personen, die daran teilgenommen hatten, wurden mit Symptomen einer schweren Alkoholvergiftung behandelt. Eine junge Frau, Maria Shalyapina, 28, war bereits am Montag gestorben. Eine andere, Aigul Zalayeva, 20, erlag am Dienstag in einem Krankenhaus in Antalya ihrer Vergiftung. Fünf weitere Touristen sind noch in Behandlung im Krankenhaus in Antalya – zwei von ihnen befinden sich Berichten zufolge noch immer in einem kritischen Zustand.

Die Vorfälle haben den türkischen Tourismus in eine schlechte Situation gebracht, so Coşkun Jurte, Generaldirektor des Reisebüros Coral. Verständlich ist die sicherlich nun vorherrschende Sorge vieler Reisender im Türkei Urlaub, in eine ähnliche Situation zu gelangen. Jurte jedoch betont: „Es wäre Unsinn, eine Gruppe, eine Organisation, ein Land, den Yachteigner oder alle Institutionen verantwortlich zu machen. Jemand muss dies im Bestreben getan haben, Geld zu verdienen.“

Türkei Reisen sicherer machen: Tourismusminister Ertugrul Günay will „Kontrollen verschärfen“

Der türkische Tourismusminister Ertugrul Günay erklärte am Mittwoch, die Kontrollen verschärfen zu wollen: „Wir bedauern, dass so etwas schon mehrfach passiert ist. Diese Leute werden die höchstmöglichen Strafen erhalten.“

Laut Jurte ist der Schmuggel alkoholischer Getränke nicht nur ein Problem der Türkei, sondern der ganzen Welt. Er schlug jedoch vor, dass Kontrollen in Hotels und anderen von Touristen frequentierten Orten erhöht werden müssten. Zudem könnte eine Senkung der hohen Steuern auf alkoholische Getränke den Anreiz verringern, Alkohol selbst herzustellen und ohne Lizenz zu verkaufen.

Ahmet Barut, Präsident der Hoteliers-Föderation in der Türkei (TÜROFED), sagte, der Vorfall sei besorgniserregend. Er äußerte die Hoffnung, dass die Verantwortlichen für den Vorfall zur Rechenschaft gezogen werden.

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