Geheimtipp: Die Geschichte vom verlassenen Strand von Patara

Wer sich im Türkei Urlaub nach verlassenen Stränden sehnt, der wird oft enttäuscht. Überall dort wo Sonne, Meer und kristallklares Wasser locken, findet man auch Unmengen von Touristen vor. Nicht so in Patara, denn eine antike Ausgrabungsstätte machte alle Pläne für Hotelketten und Massentourismus zunichte.

Wer kennt nicht das Orakel von Delphi? Die berühmte griechische Weissagungsstätte befand sich an einem Hang bei Delphi. Der Mythologie zufolge hatte der Gott Apollon die geflügelte Schlange Python an dieser Stelle getötet. Durch das vergossene Blut übertrugen sich die hellseherischen Fähigkeiten der Kreatur auf den Ort. Pythia, die weissagende Priesterin, platzierte sich auf einer Erdspalte, wo sie durch austretende Dämpfe in Trance versetzt wurde – so war sie zu verworrenen Aussagen über die Zukunft fähig.

Was viele nicht wissen: Schon zuvor hatte es ein berühmtes Orakel gegeben, das Apollon Heiligtum in Patara. Archäologen versuchten über viele Jahre hinweg es wieder zu finden, doch erst die späte Entdeckung eines riesigen Apollon-Kopfes, nahe dem Triumphbogens Mettius Modestus, lässt Rückschlüsse auf den wahrscheinlichen Standpunkt zu. Die antike Stadt, seit Jahrhunderten versandet, bietet Archäologen nach wie vor die Chance auf bedeutende Entdeckungen – und dies ist der Grund für die besondere Situation von Patara.

Anwohner hofften auf zahlungsfreudige Touristen im Türkei Urlaub

Eigentlich wäre Patara für ein florierendes Geschäft mit Touristen aus allen Ländern der Welt prädestiniert gewesen, denn es liegt im Süden der Türkei im antiken Lykien, genau am Meer und bietet einen langen weißen Sandstrand, Sonne, eigentlich alles, was das Herz auf Türkei Reisen begehrt. Doch der Massentourismus hat Patara niemals erreicht, denn das hätte die Ausgrabungen gefährdet. Die antike Ausgrabungsstätte wurde vom Kulturministerium in Ankara kurzerhand zur Schutzzone erklärt. So konnten Archäologen ungestört arbeiten. Die Touristen zog es dann eben in andere Küstenstädte und Patara geriet mehr oder weniger in Vergessenheit.

Noch heute liegen neben einem beschaulichen Dörfchen die antiken Stätten, umgeben von Dünen und einem kilometerlangen verlassenen Sandstrand. Das Dorf hat etwa 900 Einwohner und gut doppelt so viele Gästebetten. Voll belegt sind diese aber nie. Froh waren die Dorfbewohner darüber erst nicht gerade, denn Touristen bringen bekanntermaßen Geld. Doch was hier so dringend bewahrt, beschützt und wieder hergestellt werden soll, das alte Patara, war einmal eine riesige Weltstadt, noch bedeutender als Ephesus und die Ausgrabungen fördern immer wieder Zeugnisse der antiken Metropole zu Tage. Inzwischen ist man im Dorf froh, dass die Touristenmassen ausgeblieben sind. Denn nicht nur das Jahrhundertealte Erbe konnte so bewahrt werden, sondern auch die Landschaft, die unberührte Natur.

Auch wer sich nicht für die Ruinenstadt im Sand interessiert, sondern nur den kilometerlangen Strand entlang spazieren will, sollte auf seinen Türkei Reisen Patara besuchen. Denn der Strand zählt zu den schönsten der Türkei. Dennoch gibt es, auf Grund der Bestimmung, keine großen Hotels, nicht die üblichen Freizeitangebote. Individualtouristen, die im Türkei Urlaub keine Lust auf überbevölkerte Strände und volles Programm haben, werden hier also fündig.

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