Jemens Präsident Saleh bei Palast-Angriff verletzt

Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh soll beim Beschuss seines Palastes in Sanaa leicht verletzt worden sein. Bei dem Angriff auf das Gebäude hätten Augenzeuge zu Folge auch Parlamentspräsident Jahja al-Rai und Vizepremier Raschad al-Alimi Verletzungen erlitten. Es gab vier Todesopfer. Seit Tagen nehmen die Unruhen im Land zu.

Nachdem einige Medien zunächst die Nachricht vom Tod des Präsidenten verbreiteten, scheint nun klar, dass Saleh im Zuge der Auseinandersetzung zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Stammesangehörigen nur leichte Verletzungen davon getragen habe. Vier Wachen seien jedoch getötet worden. „Dies war ein Attentatsversuch und er ist fehlgeschlagen. Seiner Exzellenz dem Präsidenten geht es gut und er wird bald vor die Presse treten“, erklärte Jassir al-Jamani, ein Parteigenosse des Präsidenten in einem Interview mit Al-Arabija. Laut Aussagen von Regierungsbeamten werde sich der Präsident in Kürze an die Nation wenden.

Zuvor hatte Republikanische Garde, die loyal zu Saleh steht, die Häuser von General Mohsen al-Ahmar und dem aufständischen Stammesführer Scheich Hamid al-Ahmar angegriffen. Der Raketenangriff des Palastes wurde als Gegenschlag der Anhänger der beiden Männer bewertet.

Chaos nimmt zu: 135 Tote in den vergangenen zehn Tagen

Tausende nehmen derzeit an den Beerdigungsfeierlichkeiten für 50 während der Zusammenstöße Getöteten teil. Die USA haben einen Botschafter in das Krisengebiet entsandt, um über Möglichkeiten zu sprechen, wie die andauernde Gewalt beendet werden könnte. Seit dem Beginn der Unruhen im vergangenen Januar wurden rund 350 Menschen getötet. In jüngster Vergangenheit hat das Chaos allerdings rapide zugenommen. Allein in den letzten zehn Tagen starben 135.

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