EHEC-Quelle: Hamburger Hafenfest im Visier

Noch vor wenigen Stunden glaubten die Experten endlich eine heiße Spur in Richtung EHEC-Quelle in einem Lübecker Restaurant gefunden zu haben. Das Kieler Landwirtschaftsministerium weist das nun zurück. Das Berliner Robert Koch-Institut konzentriert sich derweil auf das Geburtstagsfest des Hamburger Hafens.

„Wir haben keine heiße Spur“, wies der Sprecher des Kieler Landwirtschaftsministeriums Christian Seyfert entsprechende Medienberichte zurück. Zuvor war zu erfahren, dass nach dem Besuch eines Lübecker Restaurants 17 Menschen  erkrankt seien und Experten des Robert-Koch-Instituts und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bereits Untersuchungen eingeleitet hätten.

Eine Woche nach dem Hafenfest erste Erkrankungen

Seyfert klärte nun auf, dass bislang keine Ergebnisse der Untersuchungen von Mitarbeitern des Robert Koch Instituts in Lübeck vorlägen. Er stellte heraus, dass derzeit verschiedene Untersuchungen zum Aufspüren der EHEC-Infizierungsquelle liefen. So liegen dem Nachrichtenmagazin „Focus“ Informationen vor, wonach die These, dass die Quelle beim Hamburger Hafenfest läge, bei den Experten des Robert-Koch-Instituts favorisiert werden würde.

Vom 6. bis 8. Mai waren hier rund 1,5 Millionen Menschen zu Gast. Gut eine Woche später seien die ersten Erkrankten ins Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf eingeliefert worden. Der zeitliche Abstand zum Fest, so werde geschlussfolgert, würde dem typischen Verlauf einer EHEC-Erkrankung entsprechen. Darüber hinaus gäbe es auch Verdachtsmomente, dass die Epidemie durchaus auch über Fleischprodukte verbreitet worden sein. Donato Greco, Experte der Weltgesundheitsorganisation WHO, teilt diese Einschätzung.

Putin weist Kritik am EU-Importverbot zurück

In der Zwischenzeit wird der Ton aus Russland jedoch immer schärfer. Nachdem sich die EHEC-Infektionen weiterhin rapide ausbreiteten, hatte das Land am Donnerstag sein Importverbot für Gemüse massiv ausgeweitet und die Einfuhr  von Produkten aus der gesamten Europäischen Union untersagt. Jegliche Kritik an diesem Importstopp wies der russische Regierungschef Wladimir Putin nun höchstpersönlich zurück. „Wir werden unser Volk nicht vergiften.

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