Israelische Soldaten schossen auf Demonstranten

Nachdem palästinensische Demonstranten sich von Syrien aus dem Grenzzaun genähert hatten, eröffneten israelische Soldaten das Feuer. Im Grenzbereich der Golanhölen wurden mehrere Menschen erschossen, Hunderte wurden verletzt.

22 syrische und palästinensische Demonstranten sind bei der Erstürmung der israelisch besetzten Golanhölen erschossen worden. Über 350 wurden bereits am Sonntag mit scharfer Munition verletzt. Soldaten hatten über die syrische Grenze hinweg das Feuer auf die Demonstranten eröffnet, weil diese sich der Grenzbefestigung genähert hatten. Mit Tränengas wurde die Menge schließlich auseinander getrieben. Hunderte von Demonstranten flohen, etwa 20 blieben auf dem Boden liegen.

Seit Sonntagmorgen hatten sich die Demonstranten auf der syrischen Seite der Grenze aufgehalten, um an den 44. Jahrestag des Beginns des Sechstagekriegs 1967 zu erinnern, der mit einer arabischen Niederlage endete. Aus Sicht Benjamin Netanjahus hatten Extremisten versucht, die Grenzen zu durchbrechen und israelische Gemeinden und Bürger zu bedrohen. Die Sicherheitskräfte seien aber zu „maximaler Zurückhaltung“ aufgefordert worden. Israel beschuldigte Syrien, für die Unruhen verantwortlich zu sein. Man habe die Demonstranten angetrieben, um von den Protesten im eigenen Land abzulenken. Syrischen Medien zufolge waren die Demonstration aber spontan entstanden. Sie würden zeigen, wie viel Wut sich bei den Palästinensern angestaut habe.

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