Zahl der EHEC-Toten steigt weiter

Der EHEC-Erreger forderte bislang 22 Todesopfer. Von der Politik sind viele enttäuscht, die Krankenhäuser kommen mit der Arbeit kaum nach, die Bezahlung des Aufwands ist allerdings nicht klar geregelt. Nach wie vor gibt es mehr Fragen als Antworten.

Niemand ist sich dieser Tage wirklich sicher, ob nun Gurken, Tomaten oder Sprossen Auslöser waren. Sicher ist jedoch, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigt. Derzeit sind es 22. Von diesen starben 15 infolge des hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS).

Viele Krankenhäuser arbeiten momentan am Limit. Die große Frage ist: Wer bezahlt das alles? Hier wünscht man sich eine klare Ansage der Politik, aber die kommt nicht. Auch die geplanten Kürzungen für Krankenhäuser müssten nun zurück genommen werden, fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft. Die Kliniken arbeiten weiterhin im Akkord und tauschen sogar untereinander Personal aus, ohne, dass die Finanzierung gesichert wäre, so die Rheinische Post.

Auch die deutsche Bürokratie erschwert die Situation, denn es gibt verschiedene Zuständigkeiten: Das Robert-Koch-Institut (RKI), das Krankheiten erforscht, untersteht dem Gesundheitsministerium, das Bundesinstitut für Risikobewertung jedoch dem Landwirtschaftsministerium. Die RKI-Fragebögen zur Erfassung von Gemeinsamkeiten bei den Erkrankten kamen erst vergangene Woche. Lebensmittelkontrollen sind Ländersache, so dass unterschiedliche Aussagen an die Medien kommen – anstatt einheitliche Ergebnisse auf Bundesebene zu präsentieren.

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