Neuester Chaos-Plan der BDP: Gebetsruf auf Kurdisch

Im Landkreis Suruc der östlichen Stadt Sanliurfadass wurde der Gebetsruf, das Adhan, am letzten Freitag in kurdischer Sprache ausgerufen. Diese Meldung sorgt für starke Kritik auf türkischer wie kurdischer Seite. Gewarnt wird vor einer Spaltung des türkischen Volkes.

Schon vor einigen Monaten wurde über den Chaos-Plan der kurdischen Partei BDP berichtet: Über 1000 ausgebildete „falsche“ Imame versuchten insbesondere im Osten der Türkei das religiöse kurdische Volke zu spalten. Diese Imame lehnten es ab, in den Moscheen hinter den Imamen, die vom Staat eingestellt wurden, ihr Freitagsgebet zu verrichten. Sie stellten eigene Zelte vor den Moscheen auf und plädierten für ein kurdisches Gebet. In ihren Predigten, die sie in und vor den selbstgebauten Zelten auf Kurdisch hielten, propagierten sie für die kurdische Partei BDP. Nach Bekanntwerden dieser Praxis wurde Kritik aus allen Gesellschaftsschichten laut, denn die Sprache des Gebets ist die Sprache des Korans, also das Hocharabische. Nicht nur türkische Gelehrte und Islamwissenschaftler lehnten sich gegen dieses Ereignis auf, sondern auch kurdische Gelehrte weigerten sich strikt gegen die Verrichtung des Gebets auf Kurdisch.

Islamische Religion darf nicht missbraucht werden

Am Montag meldete die türkische Tageszeitung „Star„, dass der Gebetsruf, das Adhan, am letzten Freitag im Landkreis Suruc der östlichen Stadt Sanliurfa in der kurdischen Sprache ausgerufen wurde. In einem Telefoninterview mit „Star“ bestätigte der BDP-Vorsitzende der Stadt Sanliurfa, Müslüm Gündüz, den Ausruf des Adhans auf Kurdisch.

Nun werden Gegenstimmen laut, sowohl von türkischer als auch von kurdischer Seite. Kritiker sind der Meinung, dass durch solche Ereignisse das Volk gespaltet werden könnte. Die islamische Religion vereine beide Völker und dürfe nicht missbraucht werden. Diese Praxis erinnere an die Zeit zwischen 1932 und 1950, als die alleinregierende Partei CHP unter Leitung von Ismet Inönü die Sprache des Adhans vom Hocharabischen ins Türkische änderte. 18 Jahre lang erklang aus den Minaretten der Moscheen das Gebetsruf aus Türkisch. Die Menschen wurden in ihrer religiösen Praxis eingeschränkt. Das Lernen und Lesen der Heiligen Schrift wurde in dieser Zeit verboten.

Erdogan: Sprache des Adhans universell auf Hocharabisch

Auch Premierminister Erdogan äußerte sich zum Thema des Gebetsrufs auf Kurdisch. Er erinnerte ebenfalls an das „Inönü-Regime“ und fügte hinzu: „Ich kenne die Sensibilität des kurdischen Volkes gegenüber der islamischen Religion. Aber leider gibt es auch unter den Kurden wie unter den Türken einige, die von dieser Sensilibilität weit entfernt sind. Diese versuchen jetzt das ‚Inönü-Regime‘ wieder einzuführen, indem sie den Gebetsruf auf Kurdisch aussenden. Für diese ist das der Beginn einer neuen Zeit. Wenn man mit ihnen darüber spricht, leugnen sie diese Praxis. Doch das Telefongespräch mit den Journalisten ist ein eindeutiger Beweis.“

Erdogan sagte ebenfalls, dass die Sprache des Gebetsrufs und auch des Gebets universell sei: „In Malaysia, Indonesien, Saudiarabien und in anderen islamisch geprägten Ländern wird der Adhan auf Hocharabisch ausgerufen. Auch in England und in Deutschland ist die Sprache des Adhans das Hocharabische. Meine kurdischen Geschwister werden diejenigen, die den Adhan missbrauchen, am 12. Juni bestrafen und ihnen eine Lektion erteilen.“

Am 12. Juni finden in der Türkei die landesweiten Parlamentswahlen statt.

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