Rund 3000 syrische Flüchtlinge: Türkei errichtet weitere Camps

Die Lage in der türkischen Grenzregion bleibt angespannt: Mittlerweile sind mehr als 3000 Menschen in Richtung Türkei geflohen, um der brutalen Niederschlagung der Proteste durch das syirsche Regime zu entfliehen. Von Kızılay, der türkischen Hilfsorganisation "Türkischer Rote Halbmond", wurde eine dritte Zeltstadt errichtet, um den Menschen Zuflucht zu gewähren.

Derzeit führen gut 30.000 Soldaten eine militärische Racheoperation gegen die Gegner des Assad-Regimes durch. Seitdem steigt die Zahl der syrischen Flüchtlinge nahezu stündlich an. Am Freitagmorgen wurden 2,792 Personen gezählt. 56 unter ihnen waren verwundet und wurden medizinisch versorgt. Weitere 100 wurden in türkiscehn Krankenhäusern behandelt. Ein Flüchtling verstarb.

Eine Gruppe von 157 Personen überquerte am Freitagmorgen als erste die Grenze zur Türkei. Entschied sich aber dann doch zur Rückkehr. Schon seit Beginn der Woche strömen Tausende in die Dörfer der Grenzregion. Die syrische Kleinstadt Dschisr al-Schoghur, die einst 50.000 Einwohner zählte, gleicht mittlerweile einer Geisterstadt.

Humanitäre Krise befürchtet

Die Türkei sicherte unterdessen bereits zu, dass die Grenzen für die syrischen Flüchtlinge geöffnet bleiben. Einige Regierungsvertreter fürchten jedoch, dass sich der Flüchtlingsstrom in einen Massen-Exodus verwandeln und eine humanitäre Krise auslösen könnte. Selçuk Ünal, Sprecher des türkischen Außenministeriums, erklärte: „Wir sind besorgt über die Anzahl der Flüchtlinge. Wir beobachten die Situation auf der anderen Seite der Grenze genauestens.“

Die Hilfsorganisation Kızılay errichtet derweil bereits das dritte Camp mit gut 1000 Zelten in Altınözü in der Provinz Hatay. Hier können 5000 Menschen unterkommen.

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