Wissenschaftler legen sich fest: Sprossen verantwortlich für EHEC

Inzwischen lässt es sich lückenlos nachweisen, dass Sprossen der Auslöser für die EHEC-Epidemie in Deutschland waren.

Bislang ist noch unklar wie der Erreger auf die Sprossen gelangte. Die Ermittlungen dauern deshalb an. Aber Gurken, Tomaten und Salate können wieder bedenkenlos verzehrt werden.

Entscheidend für das Finden des EHEC-Erregers (den aggressiven Typ O104-H4) war ein Fall in Nordrhein-Westfalen. Hier wurde er am Freitag erstmals auf Sprossen vom Bio-Hof in Bienenbüttel nachgewiesen. Eine mit EHEC belastete Sprossenpackung aus einer Mülltonne einer ansässigen Familie war zur Untersuchung abgegeben worden, nachdem zwei Familienmitglieder schwer erkrankten die davon gegessen hatten – eines jedoch nicht, da es keine Sprossen verzehrt hatte.

Der Biohof in Bienenbüttel wurde inzwischen komplett gesperrt.  Auch anderes Gemüse darf hier nicht verkauft werden. Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) gab an, der Biohof müsse nicht mit juristischen Folgen rechnen, da nichts falsch gemacht worden sei. Die Quelle der Infektion müsse noch erforscht werden.

Bundesweit gibt es inzwischen 31 Todesfälle, die mit EHEC in Verbindung stehen. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will zukünftig das Meldeverfahren für Krankheitsfälle beschleunigen. Bisher wurde größtenteils noch der Postweg genutzt, was zu unnötigen Verzögerungen führe. Die Zahl der EHEC-Neuinfektionen dürfte nun weiter zurückgehen, da die Quelle nichts mehr nachliefert. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist aber weiterhin möglich.

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