Mit Kampfhubschraubern gegen Demonstranten: Türkei spricht von Gräueltaten in Syrien

Inzwischen geht das syrische Militär auch aus der Luft gegen die Demonstranten vor. Staatspräsident Assad ist nicht zu einem Gespräch mit dem UN-Generalsekretär bereit.

In der Stadt Maarat el Numaan feuerte die Armee am Freitag aus Kampfhubschraubern auf Zehntausende von Demonstranten. Einem Augenzeugen zufolge hätten mindestens fünf Hubschrauber aus automatischen Waffen geschossen, um eine Protestkundgebung aufzulösen. Mindestens 15 Menschen starben. Trotz der Bestreben von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ist es noch nicht zu einem Gespräch mit Staatspräsident Assad gekommen, da dieser sich zu weigern scheint.

Hunderte von Flüchtlingen, die an der Grenze zur Türkei warteten, berichteten außerdem von der Gewalt der syrischen Sicherheitskräfte: „Die syrische Soldaten haben alle jungen Männer im Dorf umgebracht“, so eine alte Frau. Frauen beklagten den Tod ihrer Ehemänner, Dutzende von Kindern wurden zu Waisen.

Der türkische Ministerpräsident Erdogan sprach sich vehement gegen die Gewalt der syrischen Sicherheitskräfte aus und gab an, die Türkei werde etwaige UN-Resolutionen gegen Syrien unterstützen. Bislang war Erdogan zurückhaltender in seinen Aussagen gewesen, hatte den syrischen Präsidenten Assad nie so direkt kritisiert. Auch Assads Bruder erntete negative Worte von Erdogan: „Ich sage es klar und deutlich: Aus humanitärer Sicht verhält sein Bruder [Maher Assad] sich unmenschlich. Er begeht Gräueltaten. Die UN ist deshalb gezwungen zu handeln. Es werden gerade Vorbereitungen getroffen. Angesichts der Ereignisse können wir, die Türkei, nicht länger für Syrien sprechen.“

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