Zahl der EHEC-Patienten in NRW unbekannt

In Nordrhein-Westfalen ist man sich nicht sicher, wie viele EHEC-Patienten es derzeit noch gibt. Die bereits wieder gesunden Patienten wurden nicht erfasst.

Die EHEC-Krise scheint überwunden, seitdem klar ist, dass Sprossen der Auslöser waren. Nun können wieder unbesorgt Gurken, Tomaten und Salat gegessen werden. Viele hatten sich das in der Zeit der Ungewissheit nicht gegönnt.

Nicht klar sind aber nach wie vor genaue Zahlen zu den Erkrankungen: Bekannt ist, dass es momentan 84 schwere Fälle mit HUS (hämolytisch urämisches Syndrom = akutes Nierenversagen) in Nordrhein-Westfalen gibt. Hinzu kommen 27 vermutliche HUS-Fälle, bei denen ein Zusammenhang mit EHEC noch nicht restlos hergestellt werden konnte. Die Gesamtzahl an EHEC-Erkrankungen ist aber schwieriger zu erfassen: seit dem 1. Mai 2011 wurden in Nordrhein-Westfalen 366 Fälle gemeldet. Am Freitag, den 11. Juni 2011, war nur noch von 359 gemeldete EHEC-Fälle die Rede. Das Problem: Der aktuelle Krankenstand ist nicht bekannt, da die bereits wieder gesunden Patienten nicht erfasst wurden.

Bei EHEC besteht nämlich keine “Abmeldepflicht”. Inzwischen hat eine Befragung aller Krankenhäuser in NRW gestartet. Das Ziel: Die Zahl der inzwischen wieder entlassenen EHEC-Patientinnen und -Patienten zu ermitteln. Mit ersten Ergebnissen wird allerdings erst Mitte kommender Woche gerechnet.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.