Wahlen in der Türkei: MHP wahrscheinlich im Parlament vertreten

13,4 Prozent, so das vorläufige Ergebnis für die rechtskonservative MHP bei den türkischen Parlamentswahlen. Damit ist sie höchstwahrscheinlich im Parlamet vertreten und könnte Erdogans AKP so die angestrebte Zweidrittel-Mehrheit streitig machen.

Zwar weit abgeschlagen hinter den beiden führenden Parteien, AKP mit 55,88 Prozent sowie der CHP mit 22,56 Prozent der Stimmen (Hochrechnung gg. 18:00 Uhr), hat es die Oppositionspartei dennoch über die Zehn-Prozent-Hürde geschafft und den ersten Hochrechnungen zu Folge 57 Sitze im neuen Parlament ergattert.

Eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament, das über 550 Sitze verfügt, zu erlangen, wie eigentlich vorgesehen, wäre somit für Erdogans AKP nicht mehr möglich. Im Idealfall wäre die regierende Partei so in der Lage gewesen, eine Verfassungsänderung ohne die Zustimmung der Opposition durchzusetzen. Für eine Verfassungsänderung benötigt die AKP 330 Sitze im Parlament. Aktuell stünden ihr 332 Sitze zu.

Von den gut 70 Millionen türkischen Wählern waren rund 50 Millionen stimmberechtigt. Landesweit standen mehr als 200.000 Wahllokale zur Verfügung. Die Wahl vollzog sich ohne großen Enthusiasmus.

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