Nach den Wahlen in der Türkei: Bombenattentat erschüttert kurdische Wahlparty

Jubelnde Menschen, eine rundum euphorische Stimmung: So präsentierte sich die Türkei am Sonntagabend kurz nach den Wahlen. Jäh unterbrochen wurde die friedliche Atmosphäre zu späterer Stunde jedoch durch ein Handgranaten-Attentat auf eine Wahlparty in der Provinz Sirnak.

Die Menschen in der kurdische Stadt Sirnak an der Grenze zum Irak feierten gerade den Sieg ihrer Kandidaten, die mit einer deutlichen Mehrheit ins Parlament einziehen konnten, als eine Bombe detonierte und elf Menschen verletzte.

Die Explosion ereignete sich gegen 23.00 Uhr Ortszeit, kurz nachdem die endgültigen Wahlergebnisse bekanntgegeben wurden. Sechs der Opfer, die schwerwiegende Verletzungen erlitten hatten, wurden in ein nahe gelegenes Krankenhaus eingeliefert.

Unabhängige Kandidaten der BDP erlangten 36 Sitze im Parlament

Bisher ist unklar, wer sich hinter diesem Anschlag verbirgt. Die Region ist traditionell von Kurden dominiert und seit gut 27 Jahren Schauplatz eines Konflikts, der seit 1984 gut 40.000 Menschen das Leben gekostet hat.  Bei den jetzigen Wahlen konnten die kurdischen Kandidaten ein ausgesprochen gutes Ergebnis einfahren und 36 Sitze im 550 Sitze starken Parlament für sich gewinnen.

http://www.youtube.com/watch?v=tvIB7BWuYTE

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