Wahlen in der Türkei: Auslandstürken votierten mehrheitlich für AKP

Mehr als 120.000 Stimmen bei der Wahl am Sonntag in der Türkei wurden im Ausland vergeben. Im Ausland lebende Türken hatten an den Grenzen und auf Flughäfen zur Stimmabgabe Gelegenheit. 61 Prozent von ihnen wählten die Regierungspartei AKP.

Alle Bemühungen der türkischen Regierungs- und Oppositionspartei, im Ausland Wahlurnen aufzustellen, waren vom Obersten Wahlausschuss (YSK) im März abgelehnt worden. Dies hinderte die Auslandstürken allerdings nicht daran, an den Wahlen teilzunehmen.

Ab dem 10. Mai konnten die im Ausland lebenden Türken an 25 Grenzübergängen wählen. Dabei haben 121.989 Wahlberechtigte ihre Stimmen abgegeben. 210 der Stimmzettel wurden für ungültig erklärt. Auch bei den Wahlen an den Grenzen ging die AKP als eindeutiger Sieger hervor: 61 Prozent entschieden sich für die Partei von Recep Tayyip Erdogan. 26 Prozent der Wähler stimmten für die stärkste Oppositionspartei CHP. Die ultranationalistische Partei MHP bekam lediglich acht Prozent der Stimmen.

Wahlbeteiligung der Türken im Ausland gesunken

Im Vergleich zum Jahr 2007 war die Wahlbeteiligung jedoch gering: Vor vier Jahren gaben 228.000 Auslandstürken ihre Stimmen ab, 2011 nur etwa 122.000. An der Volksabstimmung bezüglich der Veränderung der Verfassung nahmen 2010 rund 200.000 Wähler teil.

2002 entschieden sich die Auslandstürken mit gut 33 Prozent für die AKP. Auch 2007 wählten 56 Prozent die Regierungspartei. Die CHP bekam im Jahr 2002 23 Prozent der Stimmen, die MHP 9,97 Prozent.
An dem Volksentscheid von 2007, das Volk sollte den Präsidenten wählen, haben 75 Prozent der Wähler mit „Ja“ gestimmt.

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