EHEC: Europäische Gemüsebauern bekommen 210 Millionen Euro Entschädigung

Die immer neuen Warnungen vor dem Verzehr von Tomaten, Gurken oder Salat haben den Gemüsebauern europaweit zu Schaffen gemacht. Jetzt springt ihnen die Europäische Union zur Seite. 50 Prozent der Einkommensausfälle, die durch die EHEC-Epidemie entstanden sind, sollen ersetzt werden.

Der von Brüssel eingesetzte Notfallfonds hat eine Höhe von 210 Millionen Euro. Wie EU-Landwirtschaftskommissar Dr. Dacian Ciolos bekannt gab, würden Entschädigungen für unverkäuflich gewordene Gurken, Tomaten, Paprika, Zucchini und Salate ausgezahlt.

Nun liegt es an den einzelnen Mitgliedsstaaten eine genaue Übersicht darüber zu liefern, welche Gemüsebauern mit welcher Härte getroffen wurden. Die Kompensationen gelten dann für die Zeit ab dem 26. Mai 2011. Zu dieser Zeit führte die Warnung vor spanischen Salatgurken zu einem totalen Einbruch bei den Gemüseverkaufen in ganz Europa.

Deutsche Bauern haben bereits 60 Mio. Euro Schaden

Dass der Notfallfonds der EU nicht ausreichen könnte, befürchtet unterdessen der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Franz-Josef Möllers. Zwar gingen die Entschädigungszahlungen in die richtige Richtung, doch wichtig sei jetzt vor allem die schnelle finanzielle Hilfe. Er mahnt zudem: Die Entschädigung müsse alle Erzeuger einbeziehen und sich an den tatsächlichen Schäden orientieren. Der Deutsche Bauernverband teilt diese Einschätzung und rechnet vor, dass wöchentlich Verluste in Höhe von rund 30 Millionen Euro entstehen würden sowie fünf Millionen Euro pro zusätzlichem Tag. Bisher seien Schäden von gut 60 Millionen Euro entstanden.

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