Mondfinsternis: „Blutmond“ über Deutschland

Es ist das längste Spektakel dieser Art seit fast genau elf Jahren: Am Mittwochabend wird für gut vier Stunden und 40 Minuten eine lange Mondfinsternis zu beobachten sein. Von Mondaufgang bis ungefähr Mitternacht ist der Erdtrabant als roter Schimmer zu bewundern. In der Türkei sind die Aussichten besonders gut.

Falls das Wetter mitspielt – und die Prognosen hierfür stehen denkbar gut – wird das faszinierende Naturschauspiel in seiner zweiten Hälfte über ganz Deutschland zu sehen sein. Die Gelegenheit sollte genutzt werden. Zwar gibt es zwei bis drei solcher Phänomene pro Jahr. In einer solchen Länge tritt sie jedoch erst wieder 2015 auf.

Langwelliges Licht wird von der Atmosphäre gestreut

Die rotbraune Färbung entsteht beim Durchwandern des Mondes durch den Kernschatten der Erde. In diesem Bereich schirmt unser Planet das Licht der Sonne nahezu vollständig ab. Langwelliges, rotes Licht, das von der Atmosphäre in den Schattenbereich gestreut wird, sorgt dann für diese ungewöhnliche Farbgebung, die im Volksmund auch „Blutmond“ genannt wird.

Die Mondfinsternis startet um 20.23 Uhr. Dann beginnt sich der Mond in den Kernschatten der Erde zu schieben. In Deutschland ist diese Phase noch nicht sichtbar. Nach 21.00 Uhr erscheint der Mond tief am Südosthorizont. Die sogenannte Totalität beginnt erst gegen 21.22 Uhr und dauert bis 23.03 Uhr an. Um 0.03 Uhr ist das Spektakel vorbei und der Mond hat den Kernschatten verlassen. Insgesamt dauert die Totalität gute 100 Minuten.  Ein so langer Wert wurde letztmals im Juli 2000 erreicht.

Mondfinsternis für Muslime ein Zeichen Gottes

Von der türkischen Riviera aus hat das Publikum in dieser Nacht besonders gut Aussichten.  Hier steht der Mond am höchsten. Für Muslime gilt dieses Naturphänomen als ein Zeichen Gottes. Um den Mond zum Weiterwandern zu bewegen, sprechen viele ein Gebet.

Dieser Clip erklärt noch einmal, wie eine solche Mondfinsternis entsteht:

http://www.youtube.com/watch?v=u5Z3ecGgVvs

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