Bursa: Schwefelquellen und das große Osmanische Reich

Sei es zur Entspannung im Türkei Urlaub oder zur Linderung Ihrer Gelenkleiden: Die heilenden Schwefelquellen von Bursa werden Ihnen gut tun. Aber auch die Anfänge des Osmanischen Reichs sind eng mit dieser Stadt verbunden.

Die Metropole Bursa, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, liegt etwa 90 km südlich von Istanbul zu Füßen des Uludag Gebirges. Bursa war die erste Hauptstadt der Osmanen. Auf Grund der vielen Parks und Grünanlagen wird die Stadt auch grünes Bursa genannt. Neben den Vorzügen einer Großstadt findet man hier inmitten der grünen Landschaft heilsame Schwefelquellen.

Schwefel wird schon seit ca. 5000 v. Chr. In China und Ägypten als Arzneimittel, zur Desinfektion – etwa von Augenentzündungen – und zum Bleichen von Textilien verwendet. Die alten Griechen versuchten sich mit Schwefel vor der Verbreitung der Pest zu schützen und konservierten damit ihren Wein. Auch als Brandbeschleuniger fand Schwefel Verwendung. In Verbindung mit Kaliumnitrat und Holzkohle entsteht Schwarzpulver, Grundlage für alte Sprengstoffe. Schwefelquellen helfen Menschen mit Gelenkleiden oder Hautkrankheiten. Trinkwasser mit kolloidalem Schwefel, dient außerdem der Anregung der Gallen- und Nierenausscheidungen sowie der Heilung chronischer Katarrhe der Luftwege.

Türkei Reisen in die Anfänge des Osmanischen Reichs

Doch nicht nur wegen der Schwefelquellen ist ein Besuch in Bursa bei Ihren Türkei Reisen empfehlenswert. Hier finden sich außerdem die Grabmähler  von drei bedeutenden osmanischen Sultanen: von Osman I. (-1326), seinem Sohnes Orhan I. (-1359)  und von Mehmed I. (1389-1421).

Osman I. gilt als Gründer des bedeutenden Osmanischen Reichs. Er setzte sich stark für den Schutz der Christen in seinen eroberten Ländern ein. Dies gilt als einer der Gründe für die rasche Vergrößerung des Reichs. Sein Sohn Orhan I. war der erste osmanische Herrscher, der sich den Titel Sultan gab. Die berühmten Janitscharen, eine gut ausgebildete Elitetruppe, die als Leibwache des Sultans fungierte, wird häufig auf Orhan I. zurückgeführt. Vermutlich hat aber erst sein Nachfolger Murad I. diese ins Leben gerufen.

Mehmed I war 1402 nach einem Bruderkampf Nachfolger seines entthronten Vaters geworden und regierte viele Jahre lang äußerst friedlich, mit der unangefochtenen Oberherrschaft über die islamischen und christlichen Fürsten in Anatolien und auf dem Balkan. Zu den byzantinischen Kaisern hatte er gute Kontakte. Noch eindrucksvoller als sein Leben war aber sein Tod: Mehmed I. fiel, ausgelöst durch einen epileptischen Anfall, vom Pferd und verunglückte tödlich.

Um einen weiteren Bruderkrieg um die Thronfolge zu verhindern, setzte man klammheimlich den Sohn des Sultans, Murad II., als Nachfolger ein, noch bevor man den Tod des Sultans publik machte. Als das Heer verlangte den Sultan zu sehen, behalf man sich damit dem Toten die Reichsgewänder anzulegen und ihn auf den Thron zu setzen. Niemand bemerkte den Betrug.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Moscheen Ulu Cami, Yeşil Cami (grüne Moschee – ein oft kopiertes Meisterwerk frühosmanischer Architektur, das unter Sultan Mehmed I. errichtet wurde) und die Orhan-Gazi-Moschee.  Sehenswert ist außerdem der Seidenbasar Koza Han. Sollten Sie sich im Juni und Juli in Bursa aufhalten, sollten Sie sich außerdem nicht das Bursa Festival entgehen lassen.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.