Türkei will ersten eigenen Kampfjet bauen

Aufrüstung in der Türkei: Ein eigener Kampfjet und ein von Russland aus ins Weltall gefeuerter Überwachungs-Satellit stehen an der Spitze der High-Tech-Bemühungen von Premier Erdogan.

Die Türkei möchte ihren eigenen Kampfflieger: Nach einem Bericht der Zeitung „Zaman“ habe es bereits im Dezember ein Treffen des dafür zustädnigen Kommitees SSİK gegeben. Vertrter von SSİK hätten sich mit General Işık Koşaner und Premier Recep Tayyip Erdoğan getroffen und den Bau eines nationalen Kampfjets beschlossen. Das Fluggerät soll im Jahr 2023 fertiggestellt sein – rechtzeitig zur Feier des hunderjährigen Bestehens der Republik. Seit dem Beschluss sitzen die Militärs an einer Machbarkeitsstudie, die unter anderem die Kosten ermitteln soll.

Bisher beziehen die Türken ihre Kampfjets von den Amerikanern: Die Streitkräfte verfügen über McDonnell Douglas F-4 und F-16 Fighting Falcons. Geplant ist, dass die alten Maschinen in den kommenden Jahren durch Lockheed Martin F-35 ersetzt werden.

Neben den Bestrebungen, sich von den Amerikanern durch ein eigenes Flugzeug unabhängig zu machen, streckt das Nato-Mitglied Türkei seine strategischen Fühler auch weiter nach Osten aus: Am Mittwoch wurde der erste türkische Überwachungssatellit RAST nach Russland transportiert. Er soll im Juli von Russland aus ins All geschossen werden. Zweck: Satellitenfotos für Stadtplanung, Waldbau, Landwirtschaft und Katastrophen-Bekämpfung. Über militärische und polizeiliche Funktionen des Satelliten haben die türkischen Behörden bislang nichts verlauten lassen.

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