EHEC in NRW: Zahl der Krankheitsfälle steigt wieder an

Nicht nur in Berlin und Schleswig-Holstein geht die Anzahl der EHEC-Patienten wieder nach oben. Wie das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium mitteilt, gibt es aktuell 376 Krankheitsfälle. Ein weiterer Mann verstarb. Das Robert-Koch-Institut meldet insgesamt 38 Todesfälle.

Neben den Meldungen, wonach in Berlin und in Schleswig-Holstein neue EHEC-Fälle aufgetreten sind, gibt es nun auch in Nordhrein-Westfalen aktualisierte Zahlen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Düsseldorf sind derzeit 376 Fälle (am Donnerstag waren es noch 353) bekannt. Insgesamt sind 92 Personen (Stand Donnerstag 88) am HU-Syndrom erkrankt. Auch hier ist die Zahl  weiter angestiegen. Daneben würde es 2o weitere Personen geben, die ernsthaft erkrankt seien („HUS-Fälle“ einschließlich in Abklärung befindlicher Verdachtsfälle), bei denen, aber ein Zusammenhang mit EHEC bisher nicht nachgewiesen werden könne.

Auch einen weiteren Todesfall gibt es zu beklagen. Wie Serap Celen, Pressesprecherin des Ministeriums mitteilt, sei ein 81-jähriger Mann aus dem Kreis Minden-Lübbecke am 16. Juni 2011 an den Folgen des hämolytisch urämisches Syndroms (HUS) verstorben. „Der Infektionsort ist nach unserer Kenntnislage Cuxhaven, wo sich der Verstorbene zwei Wochen im Mai aufgehalten hat. Am 22. Mai wurde er mit akuter Niereninsuffizienz in einem Krankenhaus aufgenommen. Es lagen Grunderkrankungen vor. Die Frau des Verstorbenen war ebenfalls an EHEC erkrankt, wies jedoch nur leichte Symptome auf.“ Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Erkrankungen durch EHEC erhöhe sich in Nordrhein-Westfalen somit auf vier.

Befragung aller Krankenhäuser in NRW gestartet

Um die genauen Zahlen seit Beginn der Epidemie zu ermitteln, die derzeitigen Angaben spiegeln nicht den aktuellen Krankheitsstand wider, ist das Ministerium mittlerweile aktiv geworden und erklärt: „Auf Bitten des Gesundheitsministeriums hat die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KG NRW) inzwischen eine Befragung aller Krankenhäuser in NRW gestartet mit dem Ziel, die Zahl der inzwischen wieder entlassenen EHEC-Patientinnen und -Patienten mitzuteilen.“ Die insgesamt 413 Kliniken des Landes haben hierfür eine Frist bis zum 21. Juni 2011 erhalten.

Bundesweit gehen die  EHEC-Erkrankungen weiter zurück

Unterdessen liegen auch dem Robert-Koch-Instituts (RKI) neue Zahlen vor. Demnach sind insgesamt mindestens 38 Patienten an den Folgen der Infektion verstorben. Bundesweit erkrankten rund 3300 Personen. Die Zahl der Neuerkrankungen geht, so stellt das RKI heraus, bundesweit aber weiter zurück. Seit etwa einer Woche werden EHEC- oder HUS-Fälle „auf deutlich niedrigerem Niveau als zuvor“ an die Behörde gemeldet. Auch die Daten aus den Notaufnahmen von Krankenhäusern deuteten  auf einen Rückgang der Fälle hin. Führend, was die Fallzahlen betrifft, sind nach wie vor Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen.

Eine Übersicht über die EHEC- und HUS-Erkrankungen in den jeweiligen Bundesländern finden Sie hier.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.