EHEC: Neuer Übertragungsweg von Mensch zu Mensch

Die Bekämpfung der EHEC-Epidemie könnte sich durch diesen Fall drastisch erschweren: die Mitarbeiterin einer Catering-Firma, die selbst mit dem EHEC-Erreger infiziert ist, hat das Darmvirus auf Lebensmittel übertragen. Personen, die diese verzehrten, sind nun ebenfalls erkrankt.

Die mit dem aggressiven EHEC-Keim infizierte Frau aus Nordhessen, die zum Übertragungszeitpunkt selbst keine Symptome zeigte, soll durch die Kontamination mit Lebensmitteln mindestens 20 Personen, die sie während einer Feier bedient hat, angesteckt haben. Wie genau die Ansteckungskette vonstatten gegangen ist, bleibt bisher allerdigs unklar. Die Frau erkrankte später an dem lebensgefährlichen HU-Syndrom.

Möglicherweise infizierter Gebrauchsgegenstand im Spiel

Harald Kühlborn, Sprecher des Sozial- und Verbraucherministeriums in Wiesbaden, teilte mit, dass man derzeit nicht wisse, wie genau der Keim auf die Lebensmittel gelangen konnte und ob es darüber hinaus ein Hygieneproblem in dem betreffenden Betrieb gäbe. Er äußerte den Verdacht, dass möglicherweise ein infizierter Gebrauchsgegenstand des Betriebes eine Rolle spielen könne.

Ein Problem könnte sich nun in Anbetracht der relativ langen Inkubationszeit von bis zu zehn Tagen ergeben. Unbewusst könnten so bereits infizierte Personen weitere Menschen anstecken, indem sie Nahrungsmittel kontaminieren. Mit dem einfachen Einhalten der Hygieneregeln wäre es damit nicht mehr getan.

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