Istanbul: Topkapi Palast – Sitz der osmanischen Herrscher

Bei einem Besuch in Istanbul darf natürlich der gewaltige Topkapi Palast nicht fehlen. Jeden Tag strömen tausende von Touristen im Türkei Urlaub hier her. Der Palast ist ein wichtiges Denkmal der Geschichte der Stadt.

Der Topkapi Palast zählt zu den größten Sehenswürdigkeiten Istanbuls und darf deshalb bei Türkei Reisen nicht fehlen. Kürzlich machte er wegen einer Geldunterschlagungsaffäre von sich reden, wie auch die bei Touristen beliebte Hagia Sophia. Aber natürlich weist er auch eine weit zurückliegende Geschichte auf, die ihn für Reisende im Türkei Urlaub interessant macht.

Jahrhunderte lang war der Topkapi Palast Wohn- und Regierungssitz der Sultane, außerdem das Verwaltungszentrum des gesamten Osmanischen Reichs. 1453 wurde Konstantinopel, das heutige Istanbul, durch die Osmanen erobert. Wenig später, im Jahre 1466, wurde mit dem Bau des gewaltigen Palasts begonnen. Der regierende Sultan Mehmed II. besiegelte damit das Ende des byzantinischen Reichs und schuf sich ein ewiges Denkmal. 1478 war der Palast bezugsfertig. Der Begriff „Topkapi“ bedeutet Kanonentor. Das verweist auf die durch Kanonen gesprengte byzantinische Mauer um Konstantinopel, wodurch der Einmarsch der Osmanen möglich war. Ursprünglich hieß der Palast schlicht Neuer Palast (Yeni Sarayı).

Auf Grund seiner vielen erfolgreichen Eroberungen wird Mehmed II., nach Osman I., als zweiter Gründer des Osmanischen Reiches angesehen. Die heldenhaften Biographien Alexander des Großen und Julius Caesars sollen den Sultan zur Eroberung Konstantinopels angeregt haben. Nach Mehmed II. residierten alle osmanischen Herrscher im Topkapi Palast, bis Sultan Abdülmecid I. im Jahre 1856 den neuen Dolmabahçe-Palast (türkisch: Dolmabahce Sarayi) bezog, weil er architektonisch europäischen Standards entsprechen wollte.

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Der gewaltige Topkapi Palast war ein ganzes Palastsystem aus verschiedenen Einzelgebäuden, die auf einer riesigen Parkanlage verteilt sind. Der Größe nach bildete er eine eigene Stadt. Bis zu 5000 Menschen fanden auf einer Fläche von 69 Hektar Platz. Der Palast besteht aus vier Höfen mit eigenen Eingangstoren. Hier waren verschiedene Räumlichkeiten, von Dienstleistungen über Verwaltungsräume bis hin zum großen Thronsaal untergebracht. Interessant: Im dritten Hof befanden sich die Privatgemächer des Sultans und seines Harems, mit bis zu 2000 Frauen. Der Palast wurde aus edelstem Marmor und seltenen Tropenhölzern erbaut. Auch das Mobiliar und die Teppiche bestehen aus teuren Materialien. Natürlich wurde auch nicht an Gold bei Wandverzierungen gespart.

Seit 1924 ist der Topkapi Palast ein Museum. Hier finden sich verschiedene Sammlungen von Porzellan, Handschriften, Portraits, Gewändern, Juwelen und Waffen aus dem Osmanischen Reich. Außerdem sehr alte Koranexemplare und Barthaare des Propheten Mohammed. Einige konservative Muslime fordern deshalb, dass der Palast für Touristen geschlossen wird.

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