EHEC: Erreger nun auch im Wasser gefunden

Die Nachrichten rund um die EHEC-Epidemie reißen nicht ab. Nachdem erst gestern klar wurde, dass eine Catering-Mitarbeiterin aus dem Nordhessischen 20 Gäste infiziert hat, wurde der EHEC-Erreger vom Typ O 104 nun auch in einem Bach in Frankfurt am Main nachgewiesen.

Der Darmkeim wurde jetzt in Proben des Erlenbachs entdeckt. Im Nordosten der hessischen Metropole gelegen, befindet er sich unweit des Hofes, auf dem kürzlich ein mit EHEC belasteter Salat entdeckt worden war. Allerdings, so teilt das hessische Sozialministerium und das Umweltministerium mit, handelt es sich hier nicht um den gefährlichen Keim vom Typ O 104.

Bereits 2010 einige Keime im Erlenbach nachgewiesen

Für die Anwohner besteht darüber hinaus kein Grund zur Sorge. Wie eine Sprecherin des Sozialministeriums erklärt, bestehe keine Gefahr einer Kontamination des Trinkwassers. Bereits im vergangenen Jahr seien Proben des Oberflächengewässers positiv gewesen. Das sei, wie es hieß, nicht weiter ungewöhnlich. Dennoch herrscht auch hier Unklarheit, wie die Keime ins Wasser gelangt sein könnten. Im Spiel ist möglicherweise eine in der Nähe gelegene Kläranlage. Vom Baden in hessischen Bächen und Flüssen wird derzeit grundsätzlich abgeraten. Kleingärtner sollten das Wasser aus dem Erlenbach ebenso wenig zum Gießen verwenden, wie zwei Höfe, die sich in seiner Nähe befinden.

Seit Freitag ist zudem klar, dass der gefährliche EHEC-Keim in Hessen tatsächlich von einer Catering-Mitarbeiterin auf Lebensmittel übergesprungen und in der Folge 20 weitere Menschen krank gemacht hat. Das haben entsprechende Labortests bestätigt.

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