Geplanter Anschlag auf Reichstag: Verdacht erhärtet sich nicht

Ein am vergangenen Mittwoch in Wien verhafteter 25-jähriger mutmaßlicher Terrorist stand im Verdacht einen Anschlag auf den Berliner Reichstag geplant zu haben. Aus Deutschland folgt nun das Dementi: Es gäbe keinerlei Anhaltspunkte für konkrete Vorbereitungen eines Anschlags in Deutschland.

Kurz nach der Verhaftung des zum Islam konvertierten jungen Mannes gab sich die Chefin der Anklagebehörde, Marie-Louise Nittel, zurückhaltend: Ob Thomas Al J. wirklich einen derartigen Anschlag geplant habe, sei noch nicht verifiziert worden. Die deutschen Behörden haben den Verdacht der österreichischen Strafverfolger mittlerweile zurückgewiesen. Das teilte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Er erklärte: „Es gibt keinerlei Anhaltspunkte für konkrete Vorbereitungen eines Anschlags in Deutschland.“ Zwar würde gegen die Gruppe auch in Deutschland ein eigenständiges Ermittlungsverfahren laufen. Allerdings laute der Vorwurf  hier „finanzielle Unterstützung des gewaltsamen Dschihad“.

Terrorverdacht wird weiter nachgegangen

Nittel räumte nun ein, dass der Verdacht, dass der Mann seit Monaten am Simulator für einen Anschlag trainiert haben soll, ursprünglich vorhanden gewesen sei. Die bisherigen Ermittlungsergebnisse hätten ihn jedoch nicht bestätigen können. Die Ermittlungen stünden erst am Beginn. Würden nun allerdings ganz intensiv fortgesetzt werden. Auch dem Verdacht des Terroranschlags werden „selbstverständlich“ weiter nachgegangen.

Sicher erscheint dem österreichischen Innenministerium indess die Zugehörigkeit des Mannes zur Vereinigung „Deutsche Taliban Mudschaheddin“ (DTM). Ministeriumssprecher Rudolf Gollia bestätigte zudem, dass der 25-Jährige schon lange per Haftbefehl gesucht worden sei.

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