Irrsinn: Achtjähriges Mädchen als Bombe missbraucht

In Pakistan ist ein achtjähriges Mädchen aufgetaucht, das erklärt von Islamisten entführt und zu einem Selbstmordattentat gezwungen worden zu sein. Es ist das erste Mal, dass Extremisten hierfür ein Mädchen benutzen wollten.

Das Kind wurde nach eigenen Angaben in der Stadt Peschawar verschleppt. Einige Tage später hätten die zwei Männer und zwei Frauen sie nach Lower Dir nahe der afghanischen Grenze gebracht. Dort hätten sie versucht ihr eine Weste mit acht Kilogramm Sprengstoff anzulegen. Der Plan: Sie sollte sich an einem Polizeiposten in die Luft jagen. Das Mädchen konnte fliehen.

In einer Pressekonferenz gab das Mädchen, das als Sohana Javaid vorgestellt wurde, nun an: „Sie haben mir gesagt, ich soll einen Knopf drücken, wenn ich an dem Posten bin.“ Als sie jedoch in die Nähe der Kontrollstelle gekommen sei, habe sie die Weste weggeworfen und um Hilfe gerufen. 50 Meter von der Straßensperre entfernt wurde sie festgenommen. Die Behörden versuchen derzeit ihre Eltern zu erreichen.

Die Praxis, Kinder für solche Attentate einzusetzen ist bei den Taliban bereits seit einiger Zeit gang und gäbe. Bisher handelte es sich aber immer um Jungen. Experten fürchten nun, die Extremisten würden eine „neue Kampftaktik“ einschlagen. Seit 2007 kamen in Pakistan rund 4500 Menschen bei solchen Anschlägen ums Leben.

Das Gespräch mit dem kleinen Mädchen war landesweit im Fernsehen zu sehen:

http://www.youtube.com/watch?v=dxuFwV9vdzA

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