EHEC in NRW: 121 Patienten gesund aus Krankenhäusern entlassen

Erst am Montag musste das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen einen weiteren EHEC-Todesfall melden. Jetzt teilt die Behörde erste Entlasszahlen mit, um ein realistischeres Bild des aktuellen Krankheitsstands aufzuzeigen.

Wie der Leiter des Referates „Presse, Öffentlichkeitsarbeit“, Christoph Meinerz, soeben bekanntgab, sind mindestens 121 Patientinnen und Patienten aus Nordrhein-Westfalen, die ab dem 1.Mai 2011 aufgrund einer EHEC-Infektion in einem Krankenhaus behandelt werden mussten, inzwischen wieder als gesund entlassen worden. Datengrundlage sind erste Rückmeldungen nordrhein-westfälischer Krankenhäuser an die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW).

Keine Abmeldepflicht bei EHEC-Patienten

Auf Wunsch des hiesigen Gesundheitsministeriums hatte die KGNW die Hospitäler gebeten, entsprechende Entlasszahlen zu melden, um so ein realistisches Bild des aktuellen Krankheitsstandes zu erhalten. Denn im Zusammenhang mit EHEC besteht zwar eine Meldepflicht, jedoch keine so genannte „Abmeldepflicht“.

Seit dem 1. Mai 2011 haben in Nordrhein-Westfalen  395 Personen eine Durchfallerkrankung durch EHEC erlitten. 94 unter ihnen erkrankten am lebensbedrohlichen HU-Syndrom. „Nicht in jedem Fall“, so teilt das Miniserium weiter mit, „ist bei einer Durchfallerkrankung durch EHEC die Behandlung in einem Krankenhaus erforderlich gewesen.“

Insgesamt 173 Patienten in Krankenhäusern aufgenommen

Bislang haben 143 der insgesamt 413 Krankenhäuser des Landes eine Rückmeldung an die KGNW gegeben. Sie meldeten die Aufnahme von insgesamt 173 Patientinnen und Patienten im Zusammenhang mit EHEC zwischen  dem 1. Mai und 21. Juni 2011. Davon seien inzwischen 121 wieder entlassen worden. Die KGNW rechnet in den nächsten Tagen mit weiteren Zahlen.

Mehr zum Thema EHEC finden Sie in unserer Übersicht.

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