E10: Ölkonzerne profitieren von Ablehnung der Kunden

Verträgt das eigene Fahrzeug wirklich den Biokraftstoff E10? Obschon es zahlreiche Listen und Serviceangebote gibt, die den Verbrauchern Aufklärung versprechen, ist die Unsicherheit noch immer groß. Ganz zur Freude der großen Ölkonzerne.

Sicher ist sicher – ist für viele Deutsche noch immer die Devise an der Tankstelle. Anstatt nach der Abschaffung von Super-Benzin auf den günstigeren Kraftstoff E10 zu wechseln, greifen diese lieber zum teureren Super Plus mit 98 Oktan. Andere Verbraucher bevorzugen an der Zapfsäule schon aus Prinzip die „entgegengesetzte“ Richtung, um der Preis-Willkür der Mineralöl-Konzerne ihren persönlichen Protest zu demonstrieren.

Beide Beweggründe haben jedoch denselben Effekt: „Die Mineralölkonzerne werden dank E10 immer reicher.“ Viele Autofahrer seien anstatt auf E10 auf die Benzinsorte „Super Plus“ ausgewichen, nachdem das gewöhnliche „Super“ nicht mehr zu haben gewesen wäre. Der Absatz des bis zu zehn Cent pro Liter teureren Kraftstoffs habe sich in Folge dessen mehr als verfünffacht.

SuperPlus-Anteil steigt um zwölf Prozent

Im den ersten drei Monaten des Jahres 2010 hätten die rund 15.000 Tankstellen in der Bundesrepublik täglich 140 Millionen Liter Super Plus abgesetzt. Der Anteil von Super Plus an der Gesamtabsatzmenge aller Benzin-Kraftstoffe sei so von mageren 2,3 Prozent auf satte zwölf Prozent angestiegen.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.