Nordirland: Wieder Krieg der Konfessionen!

Mehrere Hundert Protestanten und Katholiken haben sich im Osten der nordirischen Stadt Belfast bereits den zweiten Abend in Folge blutige Straßenschlachten geliefert.

Erst am Montag wurden zwei Personen durch Schüsse an den Beinen verwundet. Jetzt gab es erneut Verletzte. Zwei Männer erlitten Verbrennungen, ein Presse-Fotograf wurde angeschossen als rund 700 teils vermummte Demonstranten mit Feuerwerkskörpern, Molotowcocktails und anderen Geschossen aufeinander los gingen.

Schwerste Auseinandersetzungen seit Jahren

Mit einem massiven Polizeiaufgebot versuchten die Beamten der Eskalation in der Hauptstadt Einhalt zu gebieten. Die Straßenschlachten  gelten als die schwersten Auseinandersetzungen seit Jahren.

Ersten Erkenntnissen zu Folge wurden die Kämpfe am Vortag von Mitgliedern der paramilitärischen Gruppe UVF (Ulster Volunteer Force) begonnen. Sie gilt als eine der größten gewaltbereiten protestantischen Gruppen Nordirlands. Seit Jahren kämpfen gewaltbereite Protestentanten dafür weiterhin zum Vereinigten Königreich zu gehören.

Queen erinnerte an die Opfer

Die Szenen in Belfast erinnern viele Menschen an die Zeit vor 1998. Als die britische Provinz Nordirland Schauplatz eines blutigen Konflikts zwischen katholischen Nationalisten und pro-britischen Protestanten war.  Bis zum Abschluss des Friedensvertrages verloren in mehr als 30 Jahren gut 3500 Menschen ihr Leben. In jüngster Zeit flammen die Unruhen wieder auf. Erst im Mai konnte ein Anschlag während des Besuches der Queen gerade noch verhindert werden. Hiesige Militärs hatten in einem Bus in der Nähe von Dublin einen Sprengsatz entdeckt. Während ihrer historischen Visite hatte Elisabeth II. durch das Aufsuchen einschlägiger Stätten an die gewalttätige Vergangenheit des Landes erinnert. Unter anderem fand ein Gebet für die Opfer im Dubliner “Garden of Remembrance” statt.

Al Jazeera zeigt die Szenen der Nacht:

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