Weiter EHEC-Gefahr in Flüssen

Nachdem der EHEC-Erreger bereits im Erlenbach in Frankfurt am Main nachgewiesen wurde, gibt es jetzt ein weiteres, betroffenes Gewässer. In der Boize an der Landesgrenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wurde er ebenfalls entdeckt.

Bei dem gefundenen EHEC-Erreger handelt es sich jedoch nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums, wie schon im Fall des hessischen Gewässers, nicht um die gefährliche Variante vom Typ O104/H4.

Nichtstdestotrotz raten die Behörden den ansässigen Bauern, den Fluss im Kreis Ludwigslust nicht weiter als Wasserquelle zu nutzen. Agrarminister Till Backhaus (SPD) mahnte an: „Bei einem positiven Nachweis von EHEC, auch wenn es sich nicht um O104/H4 handelt, ist die weitere Nutzung unverzüglich einzustellen, eine Reinigung der Beregnungsanlage durchzuführen und das beregnete Gemüse zu untersuchen.“

Zahl der EHEC-Patienten weiter angestiegen

Die Zahl der Erkrankten stieg in Mecklenburg-Vorpommern seit Montag um fünf auf aktuell 170 Fälle. Insgesamt gab es 124 Einweisungen in Krankenhäuser. Die Zahl der HUS-Patienten blieb mit 37 konstant.

Nun sollen laut Agrarministerium weitere Gewässer auf den EHEC-Erreger untersucht werden. Das werde vor allem dort geschehen, wo der gefährliche Darmkeim vermehrt zu Erkrankungen führte. Zudem würden weitere sogenannte Umgebungsproben getestet, darunter Rinderdung, Kompost und Brunnenwasser. In bisherigen Proben gab es keine entsprechenden Nachweise.

Darüber hinaus beraten auf Einladung des Ministers Vertreter der zuständigen Fachministerien aus Schleswig-Holstein, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern am kommenden Montag, den 27. Juni 2011, über das weitere Vorgehen in der EHEC-Krise und über die Folgen für Verbraucher und Produzenten. Eingeladen ist auch Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel vom Bundesinstitut für Risikobewertung.

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